Die Zufriedenheit mit dem öffentlichen Nahverkehr in Freiburg ist gestiegen. Das zeigt die aktuelle ADAC-Mobilitätsstudie „Mobil in Mittelgroßstädten“. Besonders positiv bewerten die Befragten die Dichte der Haltestellen, die kurzen Umsteigewege und die Taktung der Verbindungen.
Im Vergleich zur vorherigen Untersuchung aus dem Jahr 2021 verbesserte sich der Zufriedenheitsindex für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Freiburg von 40 auf 43 Punkte. Nach Angaben der Freiburger Verkehrs-AG (VAG) bedeutet der Wert, dass die positiven Bewertungen deutlich überwiegen.
Haltestellen und Umsteigewege besonders beliebt
Am besten schneidet in der Befragung die Erreichbarkeit von Haltestellen ab. 70 Prozent der Befragten bewerten die Haltestellendichte als gut oder sehr gut.
Auch die kurzen Wege beim Umsteigen werden positiv gesehen: Hier liegt die Zufriedenheit bei 69 Prozent.
Weitere Ergebnisse der ADAC-Studie:
- 61 Prozent sind mit der Taktung der Verbindungen zufrieden oder sehr zufrieden.
- 56 Prozent bewerten die bereitgestellten Fahrtinformationen positiv.
- 50 Prozent sind mit der Zuverlässigkeit zufrieden oder sehr zufrieden.
Damit fällt die Bewertung je nach Bereich unterschiedlich aus. Während Haltestellennetz und Umsteigemöglichkeiten besonders gut ankommen, erreicht die Zuverlässigkeit einen geringeren Zufriedenheitswert.
Freiburg bei Mobilität auf Platz zwei
Auch bei der Gesamtzufriedenheit mit der Mobilität schneidet Freiburg gut ab. Unter den 29 untersuchten deutschen Mittelgroßstädten belegt die Stadt hinter Münster den zweiten Platz.
Diese Platzierung bezieht sich auf die Mobilität insgesamt und nicht ausschließlich auf Busse und Bahnen.
VAG will Angebotsniveau erhalten
Die VAG-Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch sehen die Ergebnisse als Anerkennung für die Arbeit der Beschäftigten.
Gleichzeitig betonen sie, dass es angesichts schwieriger werdender Rahmenbedingungen darauf ankomme, das bestehende Verkehrsangebot in Freiburg zu erhalten.
Für den ADAC-Monitor 2026 befragte das Marktforschungsinstitut komma im Juni 2026 im Auftrag des ADAC in 29 deutschen Mittelgroßstädten jeweils rund 400 Einwohner und Pendler. Die Online-Befragung war nach Angaben des ADAC repräsentativ.
Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort (Archivbild)

