FREIBURG

SC Freiburg kritisiert Fanproteste nach zwei Spielunterbrechungen

Der SC Freiburg hat sich nach zwei durch Fans verursachten Spielunterbrechungen deutlich von bestimmten Protestaktionen distanziert. Sowohl beim Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen als auch beim Heimspiel gegen Bayern München musste der Spielbetrieb für mehrere Minuten unterbrochen werden. Beim Bayern-Spiel führte die starke Rauchentwicklung außerdem zu Atembeschwerden bei Zuschauern und mehreren Einsätzen des Deutschen Roten Kreuzes.

In einer Stellungnahme vom 3. November kritisiert der Verein insbesondere das Werfen von Tennisbällen in Leverkusen und den massiven Einsatz von Rauchtöpfen beim Heimspiel.

Tennisbälle sorgen für Spielunterbrechung in Leverkusen

Beim Auswärtsspiel in Leverkusen warfen Teile der aktiven Freiburger Fanszene nach wenigen Minuten Tennisbälle auf den Rasen. Die Partie wurde dadurch für fast fünf Minuten unterbrochen.

Nach Angaben der beteiligten Fangruppen richtete sich der Protest gegen Verbote bestimmter Fanutensilien im Gästeblock, darunter Fahnen und Doppelhalter.

Der SC Freiburg kritisiert zwar die aus seiner Sicht teilweise problematische Sicherheitspolitik des gastgebenden Vereins. Gleichzeitig verweist er darauf, dass die Einschränkungen auf frühere Vorfälle mit SC-Fans zurückgingen.

Bei vergangenen Spielen in Leverkusen sei massiv Pyrotechnik gezündet worden. Außerdem seien Mitarbeitende des Ordnungsdienstes durch Gewalt von SC-Fans verletzt worden, erklärt der Verein.

Die Protestaktion mit den Tennisbällen bezeichnet der SC Freiburg als „deutlich überzogen und unverhältnismäßig“.

Verein kritisiert auch Beleidigungen

Neben der Spielunterbrechung verurteilt der SC Freiburg grobe Beleidigungen und verbale Angriffe auf Vereinsmitarbeitende aus der Fankurve.

Der Verein betont zugleich, dass er die aktive Fanszene und ihr gesellschaftliches Engagement grundsätzlich wertschätze.

In einem Gespräch mit Vertretern der betreffenden Fangruppen habe der Verein seine Kritik nochmals deutlich gemacht.

Die Fanvertreter hätten ihre Protestform als notwendige Steigerung früherer Aktionen verteidigt. Beide Seiten vereinbarten nach Vereinsangaben, bei solchen Themen künftig früher miteinander zu kommunizieren.

Rauch beim Bayern-Spiel führt zu DRK-Einsätzen

Auch beim Heimspiel gegen Bayern München kam es kurz nach dem Anpfiff zu einer mehrminütigen Unterbrechung.

Im Rahmen einer Choreografie wurden nach Angaben des SC Freiburg zahlreiche Rauchtöpfe eingesetzt. Der entstehende Rauch verursachte bei Zuschauern im Block starke Atembeschwerden.

Das Deutsche Rote Kreuz musste deshalb mehrfach eingreifen.

Außerdem wurden bei der Choreografie großflächige Transparente gezeigt, die nach Vereinsangaben nicht genehmigt waren.

Die weitere Aufarbeitung der Vorfälle beim Bayern-Spiel läuft noch.

Ob die Spielunterbrechungen zusätzliche Konsequenzen nach sich ziehen werden, geht aus der Stellungnahme nicht hervor.

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