Die ambulante Suchthilfe im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald steht finanziell unter Druck. Obwohl der Landkreis von 2027 bis 2029 weiterhin jährlich rund 950.000 Euro bereitstellen will, haben Träger wegen steigender Kosten bereits Einschränkungen ihrer Angebote angekündigt.
Das geht aus Informationen des Landratsamts zu den Beratungen im Sozial- und Krankenhausausschuss des Kreistags vom 13. Oktober 2026 hervor.
Zuschüsse bleiben auf dem bisherigen Niveau
Der Landkreis will die Zuschüsse für die ambulante Suchthilfe in den kommenden drei Jahren auf dem Niveau von 2026 halten.
Für die Träger bedeutet das allerdings keine finanzielle Entlastung. Denn Personal-, Miet- und Sachkosten steigen weiter. Mit dem gleichen Zuschuss müssen sie somit höhere Ausgaben decken.
Die Träger haben nach Angaben des Landratsamts deshalb bereits angekündigt, ihre Angebote einzuschränken. Welche Beratungsstellen oder Leistungen konkret betroffen sein könnten, geht aus den veröffentlichten Informationen nicht hervor.
Beratungsangebot soll 2027 gesichert werden
Für das kommende Jahr soll zunächst ein verlässliches Kernangebot der ambulanten Suchthilfe erhalten bleiben.
Gleichzeitig will der Landkreis gemeinsam mit den Trägern ein Zukunftskonzept entwickeln. Ziel ist es, die vorhandenen Mittel möglichst wirksam einzusetzen und Beratungsangebote weiterhin möglichst wohnortnah anzubieten.
Langfristig soll die Suchthilfe wieder ausgebaut werden, sobald die finanzielle Lage dies zulässt.
Landkreis fordert mehr Geld vom Land
Um die Finanzierung zu verbessern, will sich der Landkreis gemeinsam mit den Trägern an das Land Baden-Württemberg wenden.
Auch weitere mögliche Kostenträger, darunter Kranken- und Rentenversicherungen, sollen stärker berücksichtigt werden.
Bis eine langfristige Lösung gefunden ist, bleibt die zentrale Herausforderung bestehen: Die Finanzierung soll stabil bleiben, während die Kosten steigen und die Beratungsangebote bereits unter Druck geraten.
Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort (Archivbild)

