Zwei Jugendliche haben sich auf der Europabahn zwischen Legelshurst und Appenweier in Lebensgefahr gebracht. Die beiden 17 und 18 Jahre alten jungen Männer fuhren außen an einem fahrenden Zug mit. Eine Zeugin bemerkte die gefährliche Aktion und alarmierte die Polizei.
Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend, 17. Oktober 2026, gegen 20:30 Uhr.
Zeugin entdeckt Jugendliche am Zug
Die Zeugin beobachtete die beiden Jugendlichen am Haltepunkt Legelshurst. Sie wählte den Polizeinotruf und gab eine Beschreibung der Personen durch.
Auch der Lokführer des betroffenen Zuges wurde über den Vorfall informiert.
Am Bahnhof Appenweier traf die Bundespolizei die beiden jungen Männer an. Gegen sie wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Den 17-Jährigen übergaben die Beamten anschließend an seine Erziehungsberechtigten.
Verletzungen meldete die Bundespolizei nicht.
Bundespolizei warnt vor tödlicher Gefahr
Die Bundespolizei nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut vor dem sogenannten Trainsurfing zu warnen. Dabei fahren Menschen außen an Zügen mit, beispielsweise auf Dächern oder Kupplungen.
Die Risiken sind erheblich: Wer den Halt verliert, kann vom fahrenden Zug stürzen. Auch Hindernisse entlang der Strecke können zu schweren Verletzungen führen.
Besonders gefährlich sind die Oberleitungen. Dort fließt Hochspannung. Ein Stromüberschlag kann bereits ohne direkte Berührung entstehen und tödliche Folgen haben.
Die Bundespolizei warnt deshalb ausdrücklich davor, solche Aktionen nachzumachen.

