Bei der Mahle Ventiltrieb GmbH in Zell im Wiesental haben sich am Mittwoch, 4. November, nach Angaben der IG Metall 130 Beschäftigte an einem Warnstreik beteiligt. Die Gewerkschaft fordert in der laufenden Tarifrunde fünf Prozent mehr Entgelt und lehnt das bisherige Angebot der Arbeitgeber ab.
An der Aktion beteiligten sich laut IG Metall Beschäftigte aus allen Schichten des Werks. Der Warnstreik ist Teil einer Aktionswoche mit mehreren Veranstaltungen an verschiedenen Standorten.
Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld
Die IG Metall begründet ihre Forderung mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten und dem Kaufkraftverlust der Beschäftigten.
„Die Beschäftigten brauchen die fünf Prozent mehr Entgelt. Und die Mitglieder der IG Metall werden dafür kämpfen“, erklärte Betriebsratsvorsitzender Fabian Lanza zum Auftakt des Warnstreiks.
Auch der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Patrick Lenz verwies auf den Einsatz und die Flexibilität der Belegschaft. Die Beschäftigten hätten eine deutliche Entgelterhöhung verdient.
Kerstin Meindl, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Freiburg und Lörrach, forderte außerdem mehr Investitionen und langfristige Perspektiven für die Arbeitsplätze am Standort Zell.
Arbeitgeber bieten Einmalzahlung und spätere Erhöhung
Nach Angaben der Gewerkschaft sieht das Angebot des Arbeitgeberverbands Südwestmetall eine Einmalzahlung von 700 Euro im Jahr 2027 vor, die an Bedingungen geknüpft sein soll.
Eine dauerhafte Entgelterhöhung von 1,3 Prozent soll demnach erst im Juli 2028 folgen. Die angebotene Laufzeit beträgt 26 Monate.
Die IG Metall hält dieses Angebot für unzureichend und kündigt weitere gemeinsame Warnstreikaktionen in der laufenden Tarifrunde an.
Bild: IG Metall Lörrach

