Die Gemeinde Efringen-Kirchen berät über besseren Hitzeschutz an Schulen, Schatten am Rathausplatz und Trinkwasserbrunnen. Auch Kitas könnten einbezogen werden.
Zu heiß zum Lernen? Efringen-Kirchen prüft Hitzeschutz
Kühlere Klassenzimmer, mehr Schatten auf dem Rathausplatz und kostenlose Trinkwasserbrunnen: In Efringen-Kirchen soll der Schutz vor sommerlicher Hitze verbessert werden. Am Montag, 19. Oktober, beschäftigt sich der Gemeinderat mit einem Antrag der Grünen. Besonders Schulen, ältere Menschen und möglicherweise auch Kindergärten stehen dabei im Mittelpunkt.
Hintergrund ist der vergangene Sommer. Nach Angaben der Grünen fiel im Juli an der Schule wiederholt Unterricht wegen Hitzefrei aus. Die Fraktion fordert deshalb, die Gemeinde besser auf hohe Temperaturen vorzubereiten.
Kühlung der Klassenzimmer hat Vorrang
An erster Stelle des Antrags steht die Kühlung von Schulräumen. Begonnen werden soll in den oberen Stockwerken, in denen sich die Wärme besonders stark stauen kann.
Die Grünen schlagen vor, verschiedene technische Lösungen zu prüfen. Dazu gehören Klimaanlagen, energieeffiziente Kühlgeräte oder eine gezielte nächtliche Abkühlung der Räume.
Die Umsetzung könnte schrittweise erfolgen, um die Kosten zu verteilen.
Auch Kindergärten könnten berücksichtigt werden. Nach einem Schreiben aus der Elternschaft einer Betreuungseinrichtung regt die Gemeindeverwaltung an, den geplanten Hitzeschutz auf Kinderbetreuungseinrichtungen auszuweiten.
Mehr Schatten auf dem Rathausplatz
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Rathausplatz. Dort soll geprüft werden, ob Sonnensegel, eine Pergola oder zusätzliche Bäume für mehr Schatten sorgen können.
Außerdem stehen öffentliche Trinkwasserbrunnen zur Diskussion. Vorgeschlagen werden Standorte am Rathausplatz, an der Schule und im Ortszentrum.
Ergänzend könnten öffentlich zugängliche Gebäude als kühle Rückzugsorte ausgewiesen werden. Im Antrag werden unter anderem das Rathaus-Foyer, die Bücherei und die Kirche als mögliche Beispiele genannt.
Auch Bushaltestellen sollen schattiger werden
Die Grünen möchten außerdem mehr Bäume und begrünte Flächen im öffentlichen Raum.
Besonders entlang von Fußwegen, an Bushaltestellen und auf Plätzen soll zusätzlicher Schatten entstehen.
Als fünfte Maßnahme schlägt die Fraktion einen kommunalen Hitze-Aktionsplan vor. Dieser soll regeln, wie die Bevölkerung bei großer Hitze informiert wird und wie besonders gefährdete Menschen erreicht werden können.
Noch kein Geld für die Maßnahmen eingeplant
Ob und wann die Vorschläge umgesetzt werden, ist bislang offen.
Nach Angaben der Gemeindeverwaltung sind im Haushalt noch keine Mittel für die Maßnahmen vorgesehen. Zunächst sollen die einzelnen Möglichkeiten geprüft, Kosten geschätzt und mögliche Förderprogramme untersucht werden.
Die Verwaltung empfiehlt deshalb, die Vorschläge an den Technischen Ausschuss zur weiteren Beratung zu verweisen.
Der Gemeinderat entscheidet am 19. Oktober zunächst über diesen Prüfauftrag. Ein Beschluss zum Bau von Trinkwasserbrunnen, zur Installation von Kühlanlagen oder zur Beschattung des Rathausplatzes ist damit noch nicht verbunden.

