SÜDBADEN & BADEN-WÜRTTEMBERG

Schramberg: Millionenförderung für Umbau und Erweiterung der Kläranlage

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Umbau und die Erweiterung der Kläranlage Schramberg mit rund 6,32 Millionen Euro. Das Gesamtprojekt kostet rund 22,4 Millionen Euro und soll die Abwasserentsorgung modernisieren sowie die Gewässerqualität der Schiltach verbessern.

Regierungspräsident Carsten Gabbert übergab den Förderbescheid am Freitag an Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. Die Gemeinschaftskläranlage Schramberg-Hardt-Lauterbach soll ausgebaut werden und künftig auch das Abwasser aus Tennenbronn behandeln.

Die kleinere Kläranlage im Schramberger Ortsteil Tennenbronn soll dafür stillgelegt und zu einem Regenüberlaufbecken umgebaut werden. Nach Angaben des Regierungspräsidiums hat ein Strukturgutachten ergeben, dass der Anschluss an die größere Anlage in Schramberg sowohl wirtschaftlich als auch aus Sicht des Gewässerschutzes sinnvoll ist.

Die Kläranlage Tennenbronn ist demnach seit etwa 40 bis 50 Jahren in Betrieb und stark sanierungsbedürftig. Durch die gemeinsame Behandlung soll das Abwasser aus Tennenbronn besser gereinigt und die Zahl der Einleitstellen in die Schiltach reduziert werden.

Vier Bauabschnitte für das Gesamtprojekt

Das Vorhaben besteht aus insgesamt vier Bauabschnitten. Für die ersten beiden Abschnitte hatte das Land bereits rund 1,43 Millionen Euro bereitgestellt. Dazu gehörten ein etwa sechs Kilometer langer Transportkanal sowie der Umbau des Regenüberlaufbeckens Bühlhof.

Im jetzt geförderten dritten Abschnitt wird die Kläranlage Schramberg umfassend umgebaut und erweitert. Geplant sind unter anderem ein neues Rechengebäude und ein neues Belebungsbecken. Zudem werden der Sand- und Fettfang umgerüstet sowie das Vorklärbecken und ein weiteres Klärbecken angepasst.

Im vierten Bauabschnitt soll die bisherige Kläranlage Tennenbronn zum Regenüberlaufbecken werden. Die Förderung dafür soll 2027 beantragt werden.

An dem Gesamtprojekt sind neben Schramberg auch St. Georgen im Schwarzwald sowie die Gemeinden Lauterbach und Hardt beteiligt. Schramberg trägt mit rund 77 Prozent den größten Anteil. Auf Lauterbach entfallen rund elf Prozent, auf Hardt zehn Prozent und auf St. Georgen etwa zwei Prozent.

Bild: Regierungspräsidium Freiburg

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