SÜDBADEN & BADEN-WÜRTTEMBERG

Caritas: 2.600 junge Menschen starten Freiwilligendienst

Rund 2.600 junge Menschen beginnen derzeit einen Freiwilligendienst bei zwei katholischen Trägern in Baden-Württemberg. Sie arbeiten im Freiwilligen Sozialen Jahr, Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilligen Ökologischen Jahr in sozialen, kirchlichen und ökologischen Einrichtungen. Auch ein späterer Einstieg ist möglich, derzeit sind noch Plätze frei.

Die Zahl bezieht sich auf die Freiwilligendienste Caritas Baden und die Freiwilligendienste DRS in Württemberg. Einsatzmöglichkeiten gibt es unter anderem in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kindertagesstätten, der Behindertenhilfe sowie in der Sozial- und Jugendarbeit. Im FÖJ kommen Tätigkeiten im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz hinzu.

Eine aktuell laufende Untersuchung der Bertelsmann Stiftung beschäftigt sich nach Angaben der Träger damit, welche Kompetenzen junge Menschen während eines FSJ oder BFD erwerben und weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen Fähigkeiten wie Teamarbeit, Selbstständigkeit und Anpassungsfähigkeit. Ergebnisse der Untersuchung nennt die Pressemitteilung noch nicht.

Debatte über Zukunft der Freiwilligendienste

Die katholischen Träger verbinden den Start des neuen Jahrgangs auch mit politischen Forderungen. Nach Angaben vom Caritasverband werde derzeit auf Bundesebene an einem Gesetzentwurf zur künftigen Ausgestaltung des Bundesfreiwilligendienstes und zu einem möglichen Ersatzdienst im Fall einer Wiedereinführung der Wehrpflicht gearbeitet.

Der Caritasverband fordert in diesem Zusammenhang ein Freiwilligendienste-Stärkungsgesetz. Dieses soll nach Vorstellung des Verbands allen Interessierten einen geförderten Platz und ein Freiwilligengeld auf BAföG-Niveau sichern.

Obwohl Freiwilligendienste üblicherweise im September beginnen, ist nach Angaben der beiden Träger auch ein Einstieg während des laufenden Jahres möglich. Aktuell seien noch freie Plätze vorhanden.

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