FREIBURG

Freiburg: Pestalozzi-Schule soll künftig Klassen 1 bis 10 vereinen

In Freiburg-Haslach sollen die Pestalozzi-Grundschule und die Pestalozzi-Gemeinschaftsschule ab dem Schuljahr 2027/2028 zu einer gemeinsamen Schule für die Klassen 1 bis 10 werden. Der Gemeinderat soll am Dienstag, den 29. September, den Verbund beschließen und die Stadtverwaltung mit dem Antrag bei der staatlichen Schulverwaltung beauftragen.

Damit würde aus den bislang getrennten Schulen eine gemeinsame Gemeinschaftsschule mit Grundschule. Die Pestalozzi-Realschule befindet sich bereits auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule: Der Freiburger Gemeinderat hatte die Umwandlung im April 2026 einstimmig unterstützt.

Eine Schule von Klasse 1 bis 10

Ziel des neuen Verbunds ist ein durchgängiges pädagogisches Konzept. Kinder könnten damit vom Eintritt in die Grundschule bis zum Ende der zehnten Klasse innerhalb derselben Schulstruktur lernen.

Die Stadt verspricht sich davon unter anderem einfachere Übergänge zwischen Klasse 4 und 5, abgestimmte Förderangebote sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und Sonderpädagogik.

Auch ältere Schülerinnen und Schüler könnten Verantwortung für jüngere übernehmen und beispielsweise als Mentoren für Grundschulkinder eingesetzt werden.

Nur noch eine Schulleitung

Auch organisatorisch sollen die beiden Schulen zusammenwachsen. Künftig gäbe es nur noch eine gemeinsame Schulleitung. Die beiden Konrektorate sollen dagegen erhalten bleiben.

Sekretariat, Buchführung, Beratung sowie IT- und Kommunikationssysteme sollen ebenfalls stärker gebündelt werden. Räume auf dem Campus könnten flexibler gemeinsam genutzt werden.

Auch bei Betreuung, Mensa und Sporthalle sieht die Verwaltung Vorteile. Grundschulkinder könnten beispielsweise am Nachmittag Räume der Gemeinschaftsschule nutzen.

Schulen stimmen für Zusammenschluss

Die Schulgremien haben dem Vorhaben bereits zugestimmt. Die Schulkonferenz der Grundschule votierte am 9. Juni mit elf Ja-Stimmen und einer Enthaltung für den Verbund. Die Schulkonferenz der damaligen Realschule stimmte am 6. Juli mit zehn Ja-Stimmen einstimmig dafür. Nach Angaben der Stadt liegen auch entsprechende Beschlüsse der Gesamtlehrerkonferenzen vor.

Beide Pestalozzi-Schulen gehören zudem zum Startchancenprogramm. Die Stadt sieht in der Zusammenführung deshalb die Möglichkeit, pädagogische Angebote und vorhandene Ressourcen stärker miteinander zu verbinden.

Ganztagsschule ist noch nicht entschieden

Nicht Bestandteil dieser Entscheidung ist die Frage, ob die Pestalozzi-Grundschule künftig zu einer verbindlichen Ganztagsschule wird. Darüber soll später separat entschieden werden.

Im Schuljahr 2027/2028 soll zunächst der Zusammenschluss im Mittelpunkt stehen. Der Gemeinderat entscheidet darüber am 29. September.

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