Fahrgäste dürfen ihre Fahrräder in Freiburg ab dem 1. Oktober erstmals testweise in Straßenbahnen mitnehmen. Die Freiburger Verkehrs AG startet dafür eine sechsmonatige Probephase. Die Mitnahme ist nach 22 Uhr kostenlos, allerdings nur bei ausreichend Platz und mit Vorrang für Rollstuhlfahrende, Menschen mit Rollator und Fahrgäste mit Kinderwagen.
Der Test läuft bis zum 31. März 2027. Sonntags bis donnerstags dürfen Fahrräder zwischen 22 und 3 Uhr mitgenommen werden. Freitags, samstags und vor Feiertagen gilt die Regelung von 22 bis 5 Uhr.
Erlaubt sind Fahrräder in Standardgröße sowie E-Bikes und Pedelecs. Lastenräder, Tandems und Fahrräder mit Anhänger bleiben ausgeschlossen. In Bussen ist die Fahrradmitnahme weiterhin nicht erlaubt.
Kein Anspruch auf Mitnahme
Fahrräder dürfen nur mitgenommen werden, wenn genügend Platz vorhanden ist und andere Fahrgäste nicht beeinträchtigt werden. An der mit einer Rampe ausgestatteten Rollstuhl-Tür dürfen Radfahrende nicht einsteigen. Aufkleber an den übrigen Türen zeigen, wo der Zustieg mit Fahrrad möglich ist.
Menschen mit Behinderung, Rollstuhlfahrende, Personen mit Rollator und Fahrgäste mit Kinderwagen haben jederzeit Vorrang. Wollen bevorrechtigte Fahrgäste einsteigen und reicht der Platz nicht aus, müssen Radfahrende die Straßenbahn verlassen und auf die nächste Verbindung warten. Einen Anspruch auf Fahrradmitnahme gibt es nicht.
VAG entscheidet nach Test über Zukunft
Die VAG will während der sechsmonatigen Probephase Erfahrungen aus dem Betriebsalltag sammeln. In die Auswertung sollen Rückmeldungen von Fahrgästen, Fahrpersonal und Fahrgastbeirat einfließen.
Sollte es vermehrt zu kritischen Situationen oder Konflikten kommen, kann die VAG den Versuch vorzeitig beenden. Ob Fahrräder anschließend dauerhaft nachts in Freiburger Straßenbahnen mitgenommen werden dürfen, soll frühestens nach Abschluss der Testphase entschieden werden.







