Die IHK Südlicher Oberrhein erhöht den Druck beim sechsstreifigen Ausbau der A5 zwischen Offenburg und Freiburg. In einem Brief an den Bundesverkehrsminister fordern IHK-Präsidentin Brigitta Schrempp und Hauptgeschäftsführer Dieter Salomon konkrete Planungsschritte. Das Vorhaben umfasst rund 53 Kilometer und wird von der Autobahn GmbH derzeit mit dem Status „in Planung“ geführt.
Die IHK begründet ihren Vorstoß mit der hohen Verkehrsbelastung, dem Wachstum der Region und den bevorstehenden Arbeiten an der Rheintalbahn. Nach ihren Angaben wurden an der Dauerzählstelle bei Nimburg 2003 rund 65.600 Fahrzeuge täglich registriert, 2024 seien es rund 74.600 gewesen.
Im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist die Erweiterung der A5 zwischen Offenburg und Freiburg-Mitte der Kategorie „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ zugeordnet. Die IHK hält diese Priorisierung angesichts der Verkehrsentwicklung für nicht mehr ausreichend und fordert, das Projekt bei der weiteren Bundesverkehrswegeplanung stärker zu berücksichtigen.
Rheintalbahn spielt zentrale Rolle
Zusätzlichen Handlungsdruck sieht die Kammer durch die geplanten Arbeiten und Sperrungen an der Rheintalbahn. Die IHK verweist darauf, dass dadurch künftig zusätzliche Belastungen für das Straßennetz entstehen könnten.
Gleichzeitig sieht sie Möglichkeiten, die Planungen für Autobahn und Bahn besser miteinander zu verbinden. Tatsächlich bezeichnet auch die Autobahn GmbH die enge Bündelung der A5-Erweiterung mit der geplanten Neubaustrecke der Rheintalbahn als Besonderheit des Projekts. Östlich der Autobahn sollen zwei neue Gleise entstehen.
Die IHK fordert vom Bund deshalb unter anderem ausreichende Planungskapazitäten bei der Autobahn GmbH. Das Bundesverkehrsministerium unterscheidet bei Fernstraßenprojekten mehrere Dringlichkeitsstufen. Ein gesetzlicher Realisierungsauftrag besteht nach Angaben des Ministeriums insbesondere für Projekte der Kategorien „Vordringlicher Bedarf“ und „Laufend und fest disponiert“.







