(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Lörrach
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Auf dem Lauffenmühle-Areal in Lörrach beginnt die nächste große Rückbauphase. Bis Ende des Jahres sollen unter anderem die großen Produktionshallen verschwinden. Mehrere ortsbildprägende Fassaden bleiben dagegen erhalten. Der Rückbau bereitet das Gelände für das geplante klimaneutrale Gewerbegebiet in Holzbauweise vor.
Mit dem zweiten Bauabschnitt laufen zunächst vorbereitende Arbeiten. Dazu gehören die Einrichtung von der Baustelle, Bauwasser und Baustrom sowie Änderungen an der Wasserversorgung. Auch die Stromversorgung von den Funkanlagen am Schornstein muss während der Arbeiten gesichert bleiben.
Anschließend werden mehrere Gebäude im östlichen Bereich entkernt und von Schadstoffen befreit. Betroffen sind die Neutralisationsanlage, Schlosserei, Werkstätten, das Baustofflager und der Ersatzteilschuppen.
Danach geht es an die großen Produktionshallen. Zunächst soll der Ostbau zurückgebaut werden, anschließend der Westbau.
Nicht alles verschwindet: Die ortsbildprägenden Fassaden von der sogenannten Efeuhalle, vom Kessel- und Turbinenhaus, vom Verwaltungsgebäude sowie von der historischen Gebäudegasse bleiben erhalten und werden statisch gesichert. Als letzter Gebäudeteil soll das westliche Außenlager zurückgebaut werden.
Möglichst viele Baustoffe sollen weiterleben
Die Stadt setzt auf einen möglichst selektiven Rückbau. Baustoffe und Bauteile sollen nach Möglichkeit direkt auf dem Lauffenmühle-Areal wiederverwendet, in der Region weitergenutzt oder hochwertig verwertet werden.
Bauteile, die später erneut gebraucht werden könnten, lagert die Stadt in der sogenannten Dachserhalle ein. Kleinere Teile sollen auch innerhalb von der Stadtverwaltung oder beispielsweise bei der Feuerwehr weiterverwendet werden.
Das anfallende Metall wird verkauft. Die Stadt rechnet daraus mit Einnahmen von rund 120.000 Euro.
Vor Beginn von den Arbeiten wurden zudem Maßnahmen zum Schutz von Eidechsen und verschiedenen Vogelarten umgesetzt.
Millionen für den Rückbau
Der erste Bauabschnitt lief vom Herbst 2022 bis Ende 2023 und kostete rund 2,7 Millionen Euro. Damals standen vor allem die Schadstoffsanierung und die Entfernung von asbesthaltigen Baustoffen, teerhaltigen Materialien und künstlichen Mineralfasern im Mittelpunkt.
Für den zweiten und dritten Bauabschnitt sind aktuell rund 2,9 Millionen Euro inklusive erwarteter Baupreissteigerungen vorgesehen. Insgesamt wurden bislang rund 6,1 Millionen Euro für die Rückbaumaßnahmen bereitgestellt. Weitere 700.000 Euro sieht die mittelfristige Finanzplanung für 2026 vor.
Die Rückbaumaßnahmen können über die Städtebauförderung mit 60 Prozent von den förderfähigen Kosten unterstützt werden. Insgesamt hat Lörrach laut Stadt bereits 9,1 Millionen Euro Städtebaufördermittel im Rahmen vom Landessanierungsprogramm für das Projekt erhalten.
Klimaneutrales Gewerbegebiet als Ziel
Auf dem ehemaligen Industrieareal soll langfristig „Lauffenmühle – next Innovation“ entstehen. Ziel von der Stadt ist das erste klimaneutrale Gewerbegebiet in Holzbauweise Deutschlands.
Auch die weitere Planung läuft. Der städtebauliche Entwurf wurde als Grundlage für den Bebauungsplan beschlossen. Die Ausschreibung für die Vergabe von den Leistungen zum Bebauungsplan läuft derzeit.
Ein Teil von der Geschichte des Areals soll ebenfalls erhalten bleiben. Zahlreiche Graffiti, die durch den Rückbau verschwinden, wurden zuvor fotografiert. Daraus soll künftig eine Postkartenserie entstehen.
Wer sich selbst ein Bild von den Arbeiten machen möchte, bekommt dazu am 26. September Gelegenheit. Von 10 bis 13 Uhr lädt die Stadt zu einem Tag der offenen Baustelle auf dem Lauffenmühle-Areal ein. Geplant sind Führungen und eine Kinderbaustelle.
Bild: Stadt Lörrach, Susanne Baldus-Spingler







