SÜDBADEN & BADEN-WÜRTTEMBERG

Landarztquote: Neun Studienplätze gehen nach Südbaden

Neun der 75 über die baden-württembergische Landarztquote vergebenen Medizinstudienplätze gehen 2026 an Bewerberinnen und Bewerber aus Südbaden. Drei der ausgewählten Personen kommen aus Freiburg, weitere aus Bad Krozingen, Gundelfingen, Staufen, Lahr, Lörrach und Schlatt.

Landesweit hatten sich 290 Menschen um die 75 Studienplätze beworben. Wer über die Landarztquote Medizin studiert, verpflichtet sich später für mindestens zehn Jahre zur hausärztlichen beziehungsweise kinder- und jugendärztlichen Versorgung in einem unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebiet in Baden-Württemberg.

Damit soll die medizinische Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen langfristig gestärkt werden. Wo die jetzt ausgewählten Bewerber später tatsächlich arbeiten werden, steht mit ihrer Herkunft allerdings noch nicht fest. Die Verpflichtung bezieht sich auf ein künftiges Bedarfsgebiet in Baden-Württemberg.

Insgesamt gingen 58 der 75 Plätze an Frauen und 17 an Männer. 91 Prozent der ausgewählten Bewerber kommen nach Angaben des Regierungspräsidiums aus Baden-Württemberg. Seit Einführung der Landarztquote im Jahr 2021 wurden landesweit 450 Medizinstudienplätze auf diesem Weg vergeben.

Wer die mit der Zulassung verbundenen Verpflichtungen nicht erfüllt, muss aufgrund des öffentlich-rechtlichen Vertrags mit einer Vertragsstrafe von bis zu 250.000 Euro rechnen.

Auch 2027 sollen erneut 75 Studienplätze über die Landarztquote vergeben werden. Bewerbungen sind ab dem 1. März 2027 möglich.

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