Die Handwerkskammer Freiburg erhält für die Jahre 2027 und 2028 insgesamt 272.400 Euro vom Land Baden-Württemberg für die Begleitung von Auszubildenden und Betrieben. Damit werden drei Stellen im Programm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ gefördert. Ziel ist es, gefährdete Ausbildungsverhältnisse zu stabilisieren und Ausbildungsabbrüche zu verhindern.
Die Handwerkskammer Freiburg gehört damit zu den am stärksten geförderten Trägern des landesweiten Programms. Ebenfalls 272.400 Euro und drei Stellen sind für die IHK Südlicher Oberrhein vorgesehen.
Insgesamt unterstützt das Wirtschaftsministerium in der neuen zweijährigen Förderperiode 18 Wirtschaftsorganisationen und soziale Träger. Dafür stehen rund 2,4 Millionen Euro zur Verfügung.
Hilfe, bevor die Ausbildung abgebrochen wird
Die Ausbildungsbegleiter sollen eingeschaltet werden, wenn es während einer Ausbildung Schwierigkeiten gibt. Sie unterstützen Auszubildende und Betriebe, aber auch Eltern und Lehrkräfte. Daneben sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt werden, Probleme frühzeitig zu erkennen und die Ausbildungsqualität zu verbessern.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden seit dem Start des Programms im Jahr 2015 mehr als 7.000 Auszubildende begleitet, deren Ausbildung gefährdet war. In 80 Prozent der Fälle habe ein Ausbildungsabbruch verhindert werden können.
Als mögliche Ursachen für Schwierigkeiten nennt das Ministerium unter anderem Probleme beim Einstieg in den Arbeitsalltag, Anforderungen im Betrieb oder in der Berufsschule sowie zunehmende psychische und körperliche Belastungen unter Auszubildenden.
900 Auszubildende sollen begleitet werden
Landesweit sind in der neuen Förderperiode fast 900 Begleitungen von Auszubildenden vorgesehen. Außerdem sollen mindestens 1.300 Betriebe durch Seminare, Workshops und Erfahrungsaustausch über Voraussetzungen für eine gute Ausbildungsqualität informiert werden.
Das Förderprogramm wird ab Januar 2027 zudem um drei weitere Standorte erweitert. Neu dabei sind die Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg, Joblinge Südwest in Pforzheim und die Heidelberger Dienste.
Für die Region Freiburg bleibt die Förderung besonders umfangreich: Allein Handwerkskammer Freiburg und IHK Südlicher Oberrhein erhalten zusammen 544.800 Euro für sechs geförderte Stellen.

