(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Deutsche Bahn AG
Du kannst News von BreisgauLIVE bei Google jetzt ganz oben sehen (klicke hier für die Einrichtung)
Texte entstehen durch Zusammenarbeit von Mensch und KI.
Die Zahl der Übergriffe auf Zugbegleiter ist erneut gestiegen. Allein im ersten Halbjahr 2026 registrierte die DB Regio 989 Angriffe auf ihre Mitarbeitenden. Jetzt will die Bahn mit Bodycams, die künftig auch Ton aufzeichnen können, und weiteren Sicherheitsmaßnahmen gegensteuern.
Nach Angaben der DB Regio wurden 781 Beschäftigte Opfer einfacher Körperverletzungen wie Schubsen, Greifen oder Anspucken. Hinzu kamen 185 versuchte Körperverletzungen und 22 Fälle schwerer Körperverletzung. Besonders erschütternd sei der Tod eines Mitarbeiters zu Beginn des Jahres.
Ein Pilotprojekt mit Bodycams inklusive Tonaufzeichnung startet spätestens zum 1. Oktober 2026 zunächst für zwei Monate in der Region Rhein-Neckar-Pfalz. Anschließend soll die Technik schrittweise bundesweit eingeführt werden. Nach Angaben der Deutschen Bahn ist der zuständige Datenschutzbeauftragte in den Einführungsprozess eingebunden.
Neben der Tonaufzeichnung setzt die Bahn auf weitere Maßnahmen. Dazu gehören Doppelbesetzungen im Kundenservice, Begleitungen durch Mitarbeitende mit Sicherheitskenntnissen, Prüfgruppen mit mehreren Zugbegleitern sowie zusätzliche Schutzausrüstung wie stichfeste Westen und Helme. Außerdem wird geprüft, ob Künstliche Intelligenz künftig zur Erhöhung der Sicherheit beitragen kann. Auch das bestehende Alarmsystem per Knopfdruck soll mit den Bodycams vernetzt werden.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger bezeichnete die Entwicklung als erschütternd. Sicherheit im Zug sei eine Grundvoraussetzung für einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr. Die Beschäftigten müssten deshalb bestmöglich geschützt werden.
Die Deutsche Bahn betont, dass die neuen Maßnahmen sowohl der Deeskalation dienen als auch die Aufklärung und Verfolgung von Straftaten erleichtern sollen.







