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Universität Freiburg ist wieder Exzellenzuniversität

Die Universität Freiburg gehört wieder zu Deutschlands Exzellenzuniversitäten. Die Exzellenzkommission hat die Universität am Freitag, 2. Oktober, als einen von fünf neuen Exzellenzstandorten ausgewählt. Damit erhält Freiburg ab dem 1. Januar 2027 eine zusätzliche institutionelle Förderung von Bund und Ländern. Die Entscheidung wurde am Freitagnachmittag offiziell bekannt gegeben.

Für die Universität bedeutet die Entscheidung die Rückkehr in die höchste Förderlinie der deutschen Exzellenzstrategie. Bereits von 2007 bis 2012 gehörte Freiburg zu den Exzellenzuniversitäten.

Überzeugt hat die Universität mit ihrem Antrag „The Future Research University: Sparking Change That Matters“. Dieser ist eng mit der langfristigen Zukunftsagenda „UFR 2040“ verbunden. Geplant sind unter anderem neue Freiräume für Forschung, eine stärkere Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg und ein schnellerer Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Gesellschaft und Wirtschaft.

„Wir haben große Pläne für unsere Universität“, erklärte Rektorin Kerstin Krieglstein nach der Entscheidung. Mit der Förderung wolle die Universität neue Forschungswege eröffnen, internationale Talente nach Freiburg holen und ihre Zukunftsagenda vorantreiben.

Millionenförderung ab 2027

Einzeluniversitäten können in der Förderlinie jährlich zwischen zehn und 15 Millionen Euro erhalten. Die Förderung ist grundsätzlich auf Dauer angelegt, allerdings an Voraussetzungen und regelmäßige Evaluationen geknüpft. Der Wissenschaftsrat beschreibt die Förderlinie als Instrument zur dauerhaften Stärkung der Universitäten und ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung.

Grundlage für Freiburgs Bewerbung sind zwei erfolgreiche Exzellenzcluster. In der Förderperiode 2026 bis 2032 werden CIBSS – Centre for Integrative Biological Signalling Studies und Future Forests – Adapting Complex Social-ecological Forest Systems to Global Change gefördert.

Neben Freiburg wurden die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Universität zu Köln, die Rhein-Main-Universitäten sowie das Ruhr Innovation Lab neu ausgewählt. Insgesamt hatten sich elf Universitäten beziehungsweise Universitätsverbünde um die neuen Förderplätze beworben.

Bedeutung über die Universität hinaus

Die Entscheidung löste in Freiburg und der Region zahlreiche positive Reaktionen aus. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski bezeichnete die Auswahl als Beleg für die Stärke vom Wissenschaftsstandort. Auch Vertreter von Grünen und SPD sowie die IHK Südlicher Oberrhein gratulierten der Universität.

IHK-Hauptgeschäftsführer Dieter Salomon verwies dabei besonders auf die wirtschaftliche Bedeutung von Spitzenforschung. Ein starker Wissenschaftsstandort könne Innovationen, Unternehmensgründungen und die Gewinnung von Fachkräften unterstützen.

Die Förderentscheidung gilt ab dem 1. Januar 2027. Der offizielle Zeitplan der Exzellenzstrategie bestätigt diesen Förderbeginn.

Bild: Silvia Wolf, Universität Freiburg

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