Seit zehn Jahren erforschen Wissenschaftler am Universitätsklinikum Freiburg, wie das menschliche Herz vom einzelnen Molekül bis zum gesamten Organ funktioniert. Zum Jubiläum vom Institut für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin kommen am 5. und 6. Oktober Fachleute zu einer internationalen Tagung in Freiburg zusammen.
Das Institut für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin, kurz IEKM, untersucht unter anderem, wie sich die Milliarden Zellen des Herzens aufeinander abstimmen und auf Belastung, Stress oder Krankheiten reagieren.
Dabei arbeiten Fachleute aus Medizin, Biologie, Technik und Theorie zusammen. Das Institut ist nicht nach einzelnen Krankheiten organisiert, sondern gliedert seine Arbeit in fünf Forschungsbereiche.
Forschung an Herzrhythmusstörungen
Ein Schwerpunkt liegt auf neuen Möglichkeiten zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. So untersuchen Wissenschaftler nach Angaben vom Universitätsklinikum, wie elektrische Impulse gezielter gegen Rhythmusstörungen eingesetzt werden könnten.
Ein weiteres Team entwickelt einen neuartigen Herzkatheter. Dieser soll gefährliche Rhythmusstörungen verhindern, die beim Wiederöffnen eines verschlossenen Herzkranzgefäßes auftreten können.
Seit der Gründung haben Menschen aus 33 Ländern am Institut gearbeitet oder studiert. In zehn Jahren entstanden mehr als 365 wissenschaftliche Arbeiten. Zudem wurden über 30.000 Gewebeproben für die Herz-Kreislauf-Forschung gesammelt.
Nach Angaben vom Universitätsklinikum hat das Institut außerdem rund 22,5 Millionen Euro an kompetitiver Forschungsförderung eingeworben und nationale Forschungsnetzwerke aufgebaut. Hinzu kommt ein einjähriger Masterstudiengang zur Vorbereitung auf eine Promotion in der kardiovaskulären Forschung.
Internationale Tagung in Freiburg
Das zehnjährige Bestehen wird am Montag, 5. Oktober, ab 16 Uhr in der Aula der Universität Freiburg gefeiert. Die Jubiläumsveranstaltung ist Teil der internationalen Tagung „Cardiac Autoregulation 2026“, die am 5. und 6. Oktober stattfindet.
Bild: Universitätsklinikum Freiburg, Britt Schilling







