Die Pläne für einen neuen Edeka-Markt auf der Festwiese in Stegen sind gescheitert. Beim Bürgerentscheid am Sonntag, 8. November, haben sich 52 Prozent der Abstimmenden gegen den Verkauf einer gemeindeeigenen Fläche ausgesprochen. Damit kann das Vorhaben am vorgesehenen Standort nicht wie geplant umgesetzt werden.
Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis stimmten 1.269 Menschen gegen den Grundstücksverkauf. Dafür votierten 1.171 Bürgerinnen und Bürger. Der Unterschied beträgt 98 Stimmen.
Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 70 Prozent.
Worum es beim Bürgerentscheid ging
Zur Abstimmung stand die Frage, ob die Gemeinde eine rund 5.700 Quadratmeter große Teilfläche ihrer Festwiese verkaufen darf. Das gesamte gemeindeeigene Grundstück zwischen den Baugebieten „Stockacker“ und „Unterbirken“ umfasst 24.533 Quadratmeter.
Als Käufer kamen ein Unternehmen aus dem Konzern der Edeka Südwest oder die Lebensmittelmärkte Strecker KG infrage. Auf der Fläche sollte ein neuer Lebensmittel-Nahversorgungsmarkt entstehen.
Die Befürworter verbanden mit dem Vorhaben eine Verbesserung der Nahversorgung. In der Debatte ging es zugleich um die Zukunft der Festwiese und die Frage, ob die Gemeinde einen Teil dieser Fläche für einen Supermarkt aufgeben sollte.
Erforderliches Quorum deutlich erreicht
Für einen erfolgreichen Bürgerentscheid mussten mindestens 700 Ja-Stimmen zusammenkommen. Diese Hürde wurde mit 1.171 Stimmen zwar überschritten. Entscheidend ist jedoch auch, welche Antwort die Mehrheit erhält.
Mit 1.269 Nein-Stimmen hat sich die Mehrheit gegen den Verkauf ausgesprochen. Insgesamt wurden 2.440 gültige und neun ungültige Stimmen gezählt.
Was das Ergebnis für Edeka bedeutet
Der geplante Verkauf der rund 5.700 Quadratmeter großen Fläche ist damit abgelehnt. Edeka beziehungsweise der vorgesehene Betreiber muss die Neubaupläne für diesen Standort einstellen.
Ob das Unternehmen künftig einen anderen Standort in Stegen prüft oder wie sich die Nahversorgung weiterentwickelt, ist derzeit offen.

