(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: BreisgauLIVE-Recherche, Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein
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Am Güterbahnhof Freiburg Nord ist am Sonntagnachmittag auf Höhe der Kaiserstuhlstraße aus einem Kesselwagen von einem Güterzug ein Gefahrstoff ausgetreten. Nach Angaben der Bundespolizei auf BreisgauLIVE-Nachfrage traten über ein Überdruckventil rund fünf Liter Toluol-2,4-diisocyanat (UN 2078) aus.

Der Triebfahrzeugführer eines Güterzuges der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) bemerkte den Austritt während einer Kontrolle seines Zuges auf der Fahrt in Richtung Schweiz und verständigte die Einsatzkräfte. Aufgrund thermischer Druckerhöhung hatte eine Sicherheitseinrichtung an einem ISO-Tankcontainer ausgelöst und den Überdruck durch gezieltes Ablassen über ein Sicherheitsventil abgebaut.

Die Bundespolizei, die Berufsfeuerwehr Freiburg und die Landespolizei rückten daraufhin zum Güterbahnhof aus. Rund um den betroffenen Waggon wurde ein Sperrbereich von 100 Metern eingerichtet. Eine Evakuierung war nach derzeitigem Stand nicht erforderlich. Bei einigen betroffenen Gebäuden wurden laut Feuerwehr Freiburg die Bewohner aufgefordert, sicherheitshalber in den Wohnungen zu verbleiben und Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Damit die Feuerwehr sicher arbeiten konnte, musste zunächst die Oberleitung abgeschaltet und geerdet werden. Anschließend konnten Spezialkräfte den Kesselwagen erreichen. Das undichte Überdruckventil soll verschlossen und anschließend der betroffene Bereich gereinigt werden.

Wie lange der Einsatz andauert, war am frühen Abend noch unklar. Auch die Güterbahnstrecke im Bereich des Einsatzortes wurde gesperrt.

Um die weitere Sicherung des Tankcontainers sowie das Umfüllen in einen anderen Tankcontainer kümmern sich die Deutsche Bahn und
der Transportdienstleister. Der Einsatz konnte um 21:40 Uhr beendet werden

Bei dem ausgetretenen Stoff handelt es sich um Toluol-2,4-diisocyanat, einen chemischen Grundstoff, der unter anderem für die Herstellung von Polyurethanen, Schaumstoffen, Klebstoffen und Lacken verwendet wird. Der Stoff gilt als gesundheitsschädlich und wird deshalb unter strengen Sicherheitsvorschriften transportiert.

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