(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg (Beschlussvorlage G-26/007)
Freiburg will sein Mehrweg-Förderprogramm weiter ausbauen und noch mehr Gastronomiebetriebe für Mehrwegsysteme gewinnen. Am Dienstag, 23. Juni 2026, soll der Gemeinderat über eine Neufassung der Förderrichtlinien für das Programm „Mehr Mehrweg für Freiburg“ entscheiden.
Seit dem Start des Förderprogramms im September 2025 wurden laut Umweltschutzamt bereits Anträge für 40 Betriebsstätten gestellt. Gefördert werden unter anderem gewerbliche Spülmaschinen sowie die Teilnahme am Freiburger Mehrwegverbund.
Neu vorgesehen ist ein sogenannter Startbonus von bis zu 100 Euro. Damit sollen Betriebe bei der ersten Pfandzahlung für Mehrwegbecher und Transportboxen oder bei der Einbindung bereits vorhandener Mehrwegbecher unterstützt werden. Ziel ist es, finanzielle Einstiegshürden zu senken und weitere Unternehmen für das System zu gewinnen.
Künftig sollen außerdem Betriebe mit mehreren Standorten stärker profitieren. Die maximale Fördersumme kann dann über mehrere Betriebsstätten hinweg gebündelt werden. Auch bestehende Mehrwegbechersysteme sollen einfacher in den Freiburger Mehrwegverbund integriert werden können.
Parallel arbeitet die Stadt gemeinsam mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH an einer Mehrweglösung für große Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen. Dafür läuft derzeit eine Markterkundung für ein einheitliches Mehrwegsystem bei Stadtfesten und Märkten.
Für die Fortführung des Programms ab 2027 rechnet die Stadt mit Fördermitteln von rund 317.000 Euro pro Jahr. Dem stehen nach Angaben der Verwaltung erwartete Einnahmen aus der Verpackungssteuer von rund 2,2 Millionen Euro gegenüber.





