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Spendenaktion in Freiburg: Familie sammelt für notwendige Krebstherapie

Eine Familie aus Freiburg sammelt Spenden für eine zusätzliche, individuell hergestellte Krebstherapie für den schwer erkrankten Familienvater Jafet. Deshalb hat sie sich an BreisgauLIVE gewandt und bittet weiter um Unterstützung. Rund 38.000 Euro sind über die GoFundMe-Spendenaktion bereits zusammengekommen. Nach Angaben der Familie werden für die geplante Behandlung etwa 70.000 Euro benötigt.

Bei Jafet wurde nach Angaben seiner Frau Jana im Februar 2024 im Alter von 33 Jahren ein Hirntumor entdeckt. Nach einer Operation sei zunächst ein IDH1-mutiertes Astrozytom im Grenzbereich zwischen WHO-Grad 2 und 3 diagnostiziert worden. Über längere Zeit sei bei den MRT-Kontrollen kein Tumorrest sichtbar gewesen.

Im Juli 2026 habe sich die Situation jedoch grundlegend verändert. Nachdem Jafet erneut epileptische Anfälle bekommen hatte, sei ein Rezidiv festgestellt worden. Der Tumor werde inzwischen als Astrozytom WHO-Grad 4 eingestuft. Bei einer weiteren Operation habe er aufgrund seiner Lage nicht vollständig entfernt werden können. Seit Ende August erhält Jafet laut Spendenaufruf in Heidelberg eine Strahlen- und Chemotherapie.

Familie hofft auf zusätzliche Behandlung

Zusätzlich zur Standardtherapie möchte die Familie eine individuell auf Jafets Tumor zugeschnittene Peptid-Impfung finanzieren. Nach Darstellung der Familie soll dafür vorhandenes Tumorgewebe molekular untersucht und nach geeigneten Zielstrukturen für eine personalisierte Impfstrategie gesucht werden.

Die molekulare Untersuchung werde von der Krankenkasse übernommen. Die Herstellung der individuellen Vakzine und die geplante Impfserie seien dagegen eine Selbstzahlerleistung. Die Familie rechnet nach dem Beratungsgespräch mit den behandelnden Spezialisten mit Kosten von rund 70.000 Euro. Vorgesehen seien voraussichtlich etwa 14 Impfungen.

Die Behandlung ist nach Angaben der Familie keine reguläre Kassenleistung, sondern ein individueller Behandlungsversuch. Ob und wie die Therapie bei Jafet wirken wird, ist offen. Die Familie verweist auf wissenschaftliche Untersuchungen zu Impfstrategien gegen die bei Jafets Tumor vorhandene IDH1-R132H-Mutation. Die Ergebnisse solcher Studien lassen sich jedoch nicht unmittelbar auf seinen individuellen Behandlungsverlauf übertragen.

Drei kleine Kinder

Jafet und seine Frau Jana haben drei Kinder im Alter von sieben, drei und einem Jahr. Mit der Spendenaktion möchte die Familie die zusätzliche Therapie ermöglichen, ohne deren Erfolg genau vorhersagen zu können. Doch die Familie hat Hoffnung.

Die Hilfsbereitschaft ist bereits groß: Auf der GoFundMe-Seite waren am 22. September rund 38.000 Euro aus mehr als 480 Spenden zusammengekommen. Die Aktion war zu diesem Zeitpunkt erst wenige Tage online.

Bild: Privat

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