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Freiburg: Diese 21 Unternehmen wurden für nachhaltige Mobilität ausgezeichnet

Trotz schwieriger Wirtschaftslage und knapper öffentlicher Kassen setzen 21 Unternehmen aus Freiburg und den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald auf umweltfreundlichere Arbeitswege. Dafür wurden sie am Mittwoch, 21. Oktober, in Freiburg mit dem MobilSiegel 2026 ausgezeichnet. Unter den Preisträgern sind die Uniklinik Freiburg, die SICK AG, die Haufe Group und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) vergab die Auszeichnung bereits zum sechsten Mal. Vier Betriebe erhielten das Siegel erstmals, 17 weitere wurden erneut zertifiziert. Der Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) unterstützte die Verleihung in diesem Jahr zum ersten Mal auch finanziell.

Vier Unternehmen erstmals ausgezeichnet

Neu dabei sind die Hans Pfeiffer GmbH Präzisionsteile aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie drei Freiburger Unternehmen: J.W. Zander GmbH & Co. KG, Kurve gGmbH und novaSES GmbH.

Die übrigen 17 Betriebe hatten das MobilSiegel bereits zuvor erhalten und konnten ihre Zertifizierung erfolgreich erneuern.

Nachhaltige Arbeitswege trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten

VAG-Vorstand Oliver Benz würdigte vor Ort das Engagement der ausgezeichneten Unternehmen. Obwohl die wirtschaftliche Lage schwierig sei, unterstützten sie ihre Beschäftigten weiterhin bei umweltfreundlichen Arbeitswegen.

„Umweltschutz ist so wichtig wie nie“, betonte Benz.

Auch der Austausch zwischen den Unternehmen spielte bei der Veranstaltung eine wichtige Rolle. Vor der Verleihung wurden Erfahrungen geteilt, Praxisbeispiele vorgestellt und aktuelle Herausforderungen bei der Organisation betrieblicher Mobilität diskutiert.

Landräte sprechen über knappe Kassen und Nahverkehr

Emmendingens Landrat Hanno Hurth verwies auf die unterschiedlichen Pendelwege im Landkreis. Gerade in Zeiten knapper Kassen sei der öffentliche Nahverkehr auf Fahrgäste angewiesen.

Die ausgezeichneten Betriebe seien „Impulsgeber für weitere Unternehmen in der Region“, sagte Hurth.

Auch Christian Ante, Landrat des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald, sprach die angespannte Finanzlage an. Trotzdem habe der Landkreis ein Modell gefunden, um das MobilSiegel weiterhin zu unterstützen.

Ante verwies zudem auf den neuen Nahverkehrsplan. In der öffentlichen Diskussion stünden häufig die Stellen im Mittelpunkt, an denen der Nahverkehr nicht gut funktioniere. Weniger Aufmerksamkeit bekomme dagegen, wie viel Geld die Landkreise für den Ausbau aufwendeten.

Gerade für die ländliche Entwicklung sei ein guter Nahverkehr wichtig. Die besten Lösungen entstünden dort, wo sich Unternehmen aktiv mit den Mobilitätsbedürfnissen ihrer Beschäftigten beschäftigten, so Ante.

Freiburgs Wirtschaftsbürgermeisterin lobt freiwilliges Engagement

Freiburgs Finanz- und Wirtschaftsbürgermeisterin Carolin Jenkner betonte, dass die Unternehmen ihre Mobilitätsmaßnahmen freiwillig und ohne rechtliche Verpflichtung umsetzten.

Sie zeigte sich beeindruckt davon, wie kreativ viele Betriebe dabei vorgingen. Die Verleihung sei eine gute Gelegenheit, auch auf Entwicklungen zu schauen, die bereits erfolgreich funktionierten.

Alle 21 ausgezeichneten Unternehmen

Aus Freiburg:

  • BVU Beratergruppe Verkehr + Umwelt GmbH
  • Haufe Group SE
  • highQ Computerlösungen GmbH
  • iOMEDICO AG
  • J.W. Zander GmbH & Co. KG – erstmals ausgezeichnet
  • Kurve gGmbH – erstmals ausgezeichnet
  • naturenergie sharing
  • novaSES GmbH – erstmals ausgezeichnet
  • Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
  • Uniklinik Freiburg
  • Volksbank Freiburg eG

Aus dem Landkreis Emmendingen:

  • Becherer Möbelwerkstätten-Innenausbau GmbH
  • Erich Burger GmbH
  • FREYLER Unternehmensgruppe
  • plc2 Design GmbH
  • SICK AG
  • Sutter Medizintechnik GmbH

Aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald:

  • Hans Pfeiffer GmbH Präzisionsteile – erstmals ausgezeichnet
  • MERO Oberflächentechnik GmbH
  • Norbert Schaub GmbH
  • Winterhalder Selbstklebetechnik GmbH

Trophäen aus alten Straßenbahnschienen

Das MobilSiegel wird an Unternehmen vergeben, die nachhaltige Arbeits- und Dienstwege fördern. Dazu gehören beispielsweise bessere Bedingungen für den Radverkehr, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und weitere emissionsarme Mobilitätsangebote.

Die Auszeichnung gilt jeweils drei Jahre. Anschließend können sich Betriebe erneut zertifizieren lassen.

Auch bei den Trophäen wird auf Wiederverwertung gesetzt: Auszubildende der VAG fertigen sie aus Reststücken ausgedienter Straßenbahnschienen.

Das MobilSiegel wird von der VAG im Auftrag der Stadt Freiburg und gemeinsam mit den Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald sowie dem RVF vergeben.

Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort

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