65 Sportlerinnen und Sportler aus Südbaden sind am Donnerstag, 22. Oktober 2026, für ihre Erfolge bei internationalen und nationalen Meisterschaften geehrt worden. Bei der 26. Südbadischen Sportlerehrung im Olympiastützpunkt Freiburg-Schwarzwald erhielt außerdem Karl Weinmann den Südbadischen Sportpreis.
Rund 250 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Regierungspräsident Carsten Gabbert und Gundolf Fleischer, Präsident des Badischen Sportbundes Freiburg und Vorsitzender des Olympiastützpunkts, überreichten die Auszeichnungen.
Olympiasiegerin Daniela Maier zugeschaltet
Zu den ausgezeichneten Athletinnen und Athleten gehörten unter anderem die Ringerin Annika Wendle, die Skicross-Olympiasiegerin Daniela Maier, Para-Ski-Alpin-Sportlerin Anna-Lena Forster, Para-Biathlet Marco Maier und Basketball-Nationalspielerin Britta Daub.
Daniela Maier vom SC Urach war per Video zugeschaltet. Sie sprach über ihren Olympiasieg bei den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina.
Die Ehrungen würdigten Erfolge bei Olympischen und Paralympischen Spielen sowie bei Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften.
Südbadischer Sportpreis für Karl Weinmann
Ein besonderer Höhepunkt war die Auszeichnung von Karl Weinmann mit dem Südbadischen Sportpreis.
Der frühere Ministerialrat im baden-württembergischen Kultusministerium setzte sich über viele Jahre für den Skisport im Schwarzwald, den Schulsport und die Förderung des Leistungssports in Südbaden ein.
In seiner Laudatio würdigte Uli Derad, Hauptgeschäftsführer des Landessportverbandes, besonders Weinmanns haupt- und ehrenamtliches Engagement. Auch die Entwicklung des Skiinternats Furtwangen hatte Weinmann maßgeblich mitgeprägt.
Kritik an der Sportpolitik
Neben den sportlichen Erfolgen ging es bei der Veranstaltung auch um die Rahmenbedingungen des Leistungssports.
Olympiastützpunkt-Vorsitzender Gundolf Fleischer kritisierte, dass die Zuständigkeiten für den Sport innerhalb der Landesregierung auf drei Ministerien verteilt seien. Außerdem äußerte er Unverständnis über den Wegfall der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2030.
Positiv bewertete Fleischer dagegen den Abschluss eines neuen Solidarpakts mit der Landesregierung, der ab 2027 gelten soll.
Regierungspräsident Carsten Gabbert würdigte insbesondere die Leistungsbereitschaft und Disziplin der jungen Athletinnen und Athleten, die ihr Training häufig mit Schule, Ausbildung oder Studium vereinbaren müssen.
Bild: Achim Keller, Badischer Sportbund

