(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Regierungspräsidium Freiburg
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Ein seltener Vogel hat im Südschwarzwald wieder eine Zukunft: Der stark bedrohte Zitronenzeisig konnte durch ein Naturschutzprojekt am Feldberg vor dem Aussterben bewahrt werden.
Umweltstaatssekretär Andre Baumann und Regierungspräsident Carsten Gabbert informierten sich jetzt vor Ort über die Ergebnisse des Rettungsprogramms. Das Projekt lief von 2023 bis Anfang 2026 und wurde mit rund 200.000 Euro von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg gefördert.
Noch 2022 lebten im Südschwarzwald nur maximal 23 Brutpaare der Vogelart – dem einzigen Vorkommen in Baden-Württemberg. Inzwischen ist die Zahl laut Regierungspräsidium auf rund 30 Brutpaare gestiegen. Gleichzeitig wurden deutlich mehr erfolgreiche Bruten und eine höhere Überlebensrate bei Jungvögeln festgestellt.
Zum Erfolg beigetragen haben unter anderem spezielle Futterstellen, die Behandlung einer Krankheit an den Beinen der Vögel sowie Verbesserungen ihres Lebensraums. So wurden blütenreiche Flächen geschaffen, zusätzliche Weideflächen angelegt und die Beweidung teilweise von Schafen auf Rinder umgestellt. Dadurch wachsen mehr Pflanzen, von denen sich der Zitronenzeisig ernährt.
Die Maßnahmen helfen nicht nur dem Zitronenzeisig. Auch andere bedrohte Vogelarten wie Ringdrossel, Bergpieper, Baumpieper, Wiesenpieper und das Auerhuhn sowie zahlreiche Insekten profitieren von den aufgewerteten Lebensräumen.
Nach Einschätzung vom Regierungspräsidium sind die bisherigen Ergebnisse ermutigend. Werden die Schutzmaßnahmen fortgeführt, könnte sich der Bestand des Zitronenzeisigs in den kommenden Jahren weiter erholen.
Bild: Regierungspräsidium Freiburg






