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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Landratsamt Lörrach (Sitzungsvorlage 143/2026 & Anhänge)
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Mehr direkte Verbindungen, verständlichere Fahrpläne und eine bessere Anbindung vom Dreiland-Klinikum: Der Landkreis Lörrach will das Busnetz am Hochrhein ab Dezember 2027 umfassend neu ordnen.

Der Kreistag entscheidet am Mittwoch, 22. Juli, über den Start von einer europaweiten Ausschreibung. Das neue Linienbündel soll die bisherigen Regionalbuslinien mit dem Stadtverkehr Rheinfelden verbinden und von 2028 bis 2032 gelten.

Derzeit umfasst das Linienbündel Hochrhein fünf Regionalbuslinien mit zusammen rund 760.000 Fahrplankilometern pro Jahr. Hinzu kommt der bislang getrennt organisierte Stadtverkehr Rheinfelden. Die Fahrpläne sind über viele Jahre gewachsen und enthalten laut Landkreis zahlreiche Sonderregelungen, wechselnde Linienführungen und unterschiedliche Abfahrtszeiten.

Künftig soll das Angebot einfacher und regelmäßiger werden. Unter der Woche sind auf den meisten Linien Betriebszeiten zwischen 5 und 20 Uhr vorgesehen. Einzelne Verbindungen sollen bis Mitternacht fahren. Samstags ist ein ähnliches, teilweise verkürztes Angebot geplant. Sonntags fahren deutlich weniger Busse.

Direkte Busse zum Dreiland-Klinikum

Eine zentrale Neuerung betrifft das Dreiland-Klinikum. Die bisherige Linie 7307 soll künftig mit zwei Ästen von Rheinfelden und der Wyhlener Siedlung über Steinen bis zum Klinikcampus fahren.

Beide Verbindungen sind unter der Woche im Stundentakt vorgesehen. Zwischen Degerfelden und dem Dreiland-Klinikum ergänzen sie sich zu einem annähernden Halbstundentakt. Der Rheinfelder Ast soll täglich zwischen etwa 5 und 22 Uhr fahren. Die Verbindung aus Wyhlen ist nur von Montag bis Freitag geplant.

In Steinen sollen Anschlüsse an die S-Bahn Richtung Wiesental und Basel entstehen. Am Wochenende fährt nur der Ast zwischen Rheinfelden und dem Dreiland-Klinikum.

Da das neue Linienbündel erst im Dezember 2027 startet, soll der Landkreis zusätzlich eine provisorische Anbindung vom Klinikum prüfen. Dafür könnte die heutige Linie 7307 aus Wyhlen vorzeitig verlängert werden. Die möglichen Kosten und Fahrpläne müssen noch mit dem aktuellen Betreiber abgestimmt werden.

Neue Struktur für Rheinfelden

Auch der Stadtverkehr in Rheinfelden wird neu organisiert. Die bisherige Linie 7312 soll aufgeteilt werden. Eine Linie verbindet künftig die Schildgasse im Halbstundentakt mit dem Bahnhof und dem Regionalspital im schweizerischen Rheinfelden.

Eine weitere Linie fährt zwischen dem Rheinfelder Bahnhof und Riedmatt. Gemeinsam mit der veränderten Linie 7302 soll auf dem Korridor über die Müssmattstraße und Am Vogelsang weiterhin ein Halbstundentakt entstehen.

Die Linie 7302 zwischen Rheinfelden und Schopfheim wird künftig über Karsau geführt. Dadurch soll sie schneller, zuverlässiger und besser auf die Bahnanschlüsse in Rheinfelden und Schopfheim abgestimmt werden.

Änderungen gibt es auch in Warmbach. Die bisherige Schleife vom Stadtbus entfällt. Teile der Verbindung übernimmt die neu geführte Linie 7301 zwischen Rheinfelden und Wyhlen. Die Haltestellen „Ochsen“ und „Thomaring“ sollen allerdings nicht mehr in der bisherigen Form bedient werden. Eine neue Haltestelle an der Hertener Straße wird geprüft.

Weniger Verbindungen nach Inzlingen

Die Linie zwischen Rheinfelden und Lörrach bleibt grundsätzlich bestehen. Wegen den geplanten Anschlüssen und Fahrzeiten sollen die bisherigen abendlichen Stichfahrten nach Inzlingen allerdings entfallen. Über eine bessere Anbindung von Inzlingen wird in einer eigenen Vorlage beraten.

Auch die Liniennummern sollen sich ändern. Aus den bisherigen vierstelligen Nummern werden kürzere und leichter erkennbare Bezeichnungen. So soll beispielsweise aus der Linie 7304 die Linie 405 und aus den beiden Kliniklinien sollen die Linien 406 und 407 werden.

Kosten von bis zu 7,1 Millionen Euro

Das neue Busnetz umfasst nach bisheriger Planung rund 1,3 Millionen Fahrplankilometer pro Jahr. Für noch offene Punkte, vor allem beim Schülerverkehr, ist eine Erweiterung auf rund 1,42 Millionen Kilometer möglich.

Der jährliche Gesamtaufwand wird auf rund 6,5 Millionen Euro geschätzt. Mit den zusätzlichen Leistungen könnten es bis zu 7,1 Millionen Euro werden. Nach Abzug von Fahrgeldeinnahmen und Fördermitteln rechnet der Landkreis mit einem eigenen Zuschussbedarf von jährlich rund 2,1 bis 2,7 Millionen Euro.

Die Stadt Rheinfelden und der Kanton Aargau sollen die Kosten vom Stadtverkehr sowie Teile der Linie 7301 übernehmen. Die genaue Aufteilung wird noch vertraglich geregelt.

Die europaweite Ausschreibung soll im Herbst 2026 beginnen. Über die Vergabe entscheidet der Kreistag voraussichtlich im ersten Quartal 2027. Der neue Fahrplan soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 starten.

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