White dome security camera mounted on a wall with a dark lens panel facing forward, against a black background.
FREIBURG

Freiburg: Antrag für Schutzkonzept gegen heimliche Filmaufnahmen

Mehr Schutz in Toiletten, Umkleiden und Saunen fordern mehrere Fraktionen im Gemeinderat in Freiburg. Zur öffentlichen Sitzung am Dienstag, 28. April 2026, liegt ein gemeinsamer Antrag vor, der ein verbindliches Schutzkonzept gegen Bild- und Videoaufnahmen in intimen Situationen auf die Tagesordnung setzen soll.

Nach Angaben der antragstellenden Fraktionen geht es dabei um städtische Toiletten, Umkleiden, Bäder und Saunen. Ziel ist ein Maßnahmenpaket, das heimliche Aufnahmen verhindert oder zumindest deutlich erschwert. Genannt werden unter anderem regelmäßige Kontrollen auf illegal installierte Kameras, mehr Sensibilisierung des Personals in Bädern und Saunen, klarere Hinweise auf Foto- und Filmverbote sowie feste Ansprechpersonen für Verdachtsfälle. Geprüft werden soll außerdem ein generelles Handyverbot in textilfreien Saunabereichen.

Begründet wird der Antrag mit einem wachsenden Unsicherheitsgefühl vieler Menschen, besonders von FLINTA-Personen. Aus Sicht der Fraktionen hat die jüngst bekannt gewordene Strafsache um heimliche Aufnahmen an der Universität Freiburg und in vermieteten Wohnungen die Sorgen nochmals verstärkt. Das geplante Schutzkonzept soll deshalb das Sicherheitsgefühl erhöhen und klare Regeln für den Umgang mit Verdachtsfällen schaffen.

Der Antrag wird von Freiburg for You, Bündnis 90/Die Grünen, SPD/JF, Eine Stadt für alle, CDU und Kultur/Inklusion getragen. Damit kommt das Thema mit breiter Unterstützung aus dem Gemeinderat auf die politische Agenda hier in Freiburg.

FreiburgLIVE - News aus der Stadt Freiburg direkt auf Dein Handy: Folge uns auf Instagram und Facebook

BreisgauLIVE einschalten
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner