(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Umweltministerium Baden-Württemberg
Erhöhte Radon-Werte in vielen Gebäuden im Schwarzwald sorgen für Aufmerksamkeit beim Gesundheitsschutz. Ein Messprogramm des Landes zeigt, dass das radioaktive Gas häufiger vorkommt als bislang angenommen.
Im Rahmen eines Radon-Messprogramms wurden Gebäude in sogenannten Vorsorgegebieten im mittleren und südlichen Schwarzwald untersucht. Laut Umweltministerium Baden-Württemberg lag in gut einem Drittel der gemessenen Gebäude mindestens in einem Raum der Referenzwert von 300 Becquerel Radon pro Kubikmeter Raumluft über dem empfohlenen Grenzwert.
Die betroffenen Vorsorgegebiete umfassen 29 Gemeinden in mehreren Landkreisen, darunter Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Ortenau, Rottweil, Schwarzwald-Baar und Waldshut. Grundlage für die Einstufung sind Prognosen des Bundesamtes für Strahlenschutz sowie bekannte Uranvorkommen im Gestein.
Radon entsteht natürlich im Boden und kann über Risse oder undichte Stellen in Gebäude eindringen. In Innenräumen kann eine langfristige Belastung laut Umweltministerium das Risiko für Lungenkrebs erhöhen.
Landesweit wurden im Rahmen des Programms rund 1600 Wohngebäude untersucht. In knapp 15 Prozent davon wurden erhöhte Radonwerte gemessen. Wegen des großen Interesses startete das Land inzwischen eine zweite Messkampagne mit rund 2400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Messungen sind besonders im Keller und im Erdgeschoss sinnvoll. Nach Angaben des Ministeriums können einfache Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften oder das Abdichten von Rissen im Gebäude helfen, die Radonbelastung zu reduzieren.





