(Symbolbild, wenn nachfolgend ohne Bildquelle unter Text) / Quelle der Infos: ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg, Kommunaler Arbeitgeberverband Baden-Württemberg
Im Tarifstreit für den kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg spitzt sich die Lage zu. In der dritten Verhandlungsrunde in Stuttgart hat die Gewerkschaft ver.di dem Kommunaler Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) ein Kompensationspaket angeboten.
ver.di schlägt vor, künftige bereits beschlossene Verbesserungen nur noch an Gewerkschaftsmitglieder weiterzugeben. Dadurch könnten die kommunalen Verkehrsunternehmen laut Gewerkschaft mehrere Millionen Euro pro Jahr einsparen. Die Arbeitgeber lehnten den Vorschlag jedoch ab.
ver.di-Verhandlungsführer Jan Bleckert betonte, man habe bewusst auf weitere Arbeitsniederlegungen am Freitag und Samstag verzichtet, um eine Lösung am Verhandlungstisch zu erreichen. Sollte der KAV seine Ablehnung nicht überdenken, will die Gewerkschaft bereits am Montag über neue Streiks entscheiden. Diese könnten dann auch die Busse und Straßenbahnen in Freiburg betreffen.
Die Manteltarifrunde betrifft rund 6.700 Beschäftigte in sieben kommunalen Nahverkehrsbetrieben, unter anderem in Stuttgart, Karlsruhe und Freiburg. Gefordert werden unter anderem höhere Nacht-, Sonn- und Samstagszuschläge sowie bessere Regelungen für Überstunden.
Die nächste reguläre Verhandlungsrunde ist für den 9. März angesetzt.
Statement KAV:
Im Tarifstreit im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg hat der Kommunaler Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) in der dritten Verhandlungsrunde ein erweitertes Angebot vorgelegt. Im Fokus steht eine bessere Vergütung von Überstunden.
KAV-Hauptgeschäftsführerin Sylvana Donath erklärte, man wolle zu einer finanziell tragfähigen Gesamtlösung kommen. Überstunden müssten die Ausnahme bleiben und dürften nicht zum Regelfall werden.
Zugleich äußerte der KAV erhebliche rechtliche Bedenken gegenüber einem Vorschlag der Gewerkschaft ver.di. Diese hatte angeregt, bereits vereinbarte Zusatzleistungen zeitlich zu verschieben – allerdings nur für Nicht-Gewerkschaftsmitglieder.
Der KAV verweist auf die angespannte Haushaltslage vieler Kommunen. Seit 2023 seien die Entgelte inklusive Zuschläge um mehr als 20 Prozent gestiegen, hinzu kämen weitere Erhöhungen und eine schrittweise Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich.
Betroffen sind rund 6.700 Beschäftigte in kommunalen Verkehrsunternehmen unter anderem in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Konstanz. Die Gespräche sollen am 2. März fortgesetzt werden, ein weiterer regulärer Verhandlungstermin ist für den 9. März angesetzt.





