Die Vereinigung Badischer Unternehmen und Verbände fordert angesichts gestiegener Kraftstoff- und Energiepreise gezielte Entlastungen für Betriebe. Besonders betroffen seien nach Einschätzung der VBU Transportwirtschaft, Landwirtschaft, Taxi- und Personenbeförderung sowie Gastgewerbe und Tourismus.
Die VBU mit Sitz in Freiburg spricht sich unter anderem für ein Gewerbekraftstoffmodell aus. Branchen mit größeren Fahrzeugflotten könnten dadurch direkt bei ihren Kraftstoffkosten entlastet werden. Für andere Unternehmen und private Haushalte seien ebenfalls Lösungen notwendig, wenn sie stark von gestiegenen Kosten fossiler Energieträger betroffen seien.
Eine Senkung der Mehrwertsteuer hält der Verband für viele vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen dagegen für wenig wirksam. Die VBU fordert stattdessen zielgerichtete Instrumente und möglichst einfache Rückerstattungsverfahren.
Mehrkosten in mehreren Branchen
Im Straßengüterverkehr könnten gestiegene Dieselpreise nach Darstellung vom Verband insbesondere kleinere und mittlere Betriebe belasten, wenn diese ihre Mehrkosten nicht vollständig an Auftraggeber weitergeben können. Für Taxi- und Mietwagenunternehmen verweist die VBU auf Angaben vom Bundesverband Taxi und Mietwagen, wonach derzeit durchschnittlich rund 492 Euro zusätzliche Kraftstoffkosten je Fahrzeug und Monat entstehen.
Auch in der Landwirtschaft sei Diesel für zahlreiche Arbeiten weiterhin unverzichtbar. Im Gastgewerbe entstünden zusätzliche Kosten unter anderem für Fahrzeuge, Heizungen und Restaurantküchen. Hinzu kämen höhere Preise von Lieferanten und Dienstleistern.
VBU-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Rupp-Hafner fordert deshalb Entlastungen insbesondere für Unternehmen, die Kraftstoff und Energie zwingend für ihre wirtschaftliche Tätigkeit benötigen. Nach Ansicht vom Verband sind außerdem Pendler und Menschen im ländlichen Raum von den höheren Kosten betroffen.







