Auf der B500 sollen zum Start der Motorradsaison 2027 schärfere Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit umgesetzt werden. Geplant sind unter anderem intensivere Kontrollen mit zivilen Fahrzeugen und Drohnen. Auch Rüttelstreifen, spezielle Fahrbahnmarkierungen und mögliche Einbahnstraßenregelungen werden geprüft.
Hintergrund sind nach Angaben von Polizei und Stadt Baden-Baden wiederholte Geschwindigkeitsverstöße und schwere Unfälle auf der Bundesstraße. Allein 2026 kamen demnach bislang vier Menschen auf der B500 ums Leben.
Vertreter von Behörden, Kommunen und Polizei haben deshalb bei einem Runden Tisch am 22. September ein gemeinsames Maßnahmenpaket vereinbart. Beteiligt waren unter anderem der Ortenaukreis, die Stadt Achern und das Regierungspräsidium Freiburg.
Kontrollen mit zivilen Fahrzeugen und Drohnen
Die Behörden wollen konsequenter gegen Verkehrsverstöße vorgehen und Kontrollen verstärken. Dabei sollen auch zivile Fahrzeuge und Drohnen eingesetzt werden.
Geprüft werden zudem Fahrbahnmarkierungen und Rüttelstreifen in Kurven. Auf besonders unfall- oder konfliktträchtigen Strecken könnten Einbahnstraßenregelungen infrage kommen. Ob und an welchen Stellen solche Änderungen tatsächlich umgesetzt werden, steht noch nicht fest.
Auch Fahrtenbuchauflagen sollen geprüft werden, wenn nach einem Verkehrsverstoß der Fahrer trotz Ermittlungen nicht festgestellt werden kann. Bei entsprechenden Verstößen wollen die Behörden außerdem die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten zur Beschlagnahmung von Motorrädern konsequent ausschöpfen.
B500 wird zur Pilotstrecke
Die B500 soll als Pilotstrecke dienen. Erkenntnisse aus den Maßnahmen könnten später auf weitere Straßen übertragen werden.
In den kommenden Wochen werden die einzelnen Schritte konkretisiert und geprüft. Bei einem weiteren Treffen am 17. November soll das weitere Vorgehen festgelegt werden. Ziel ist eine Umsetzung zum Beginn der Motorradsaison 2027.







