(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: ver.di Baden-Württemberg
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Nach mehreren Warnstreiks gibt es im Tarifkonflikt an den Unikliniken in Baden-Württemberg einen Durchbruch. Die Gewerkschaft ver.di und der Arbeitgeberverband der Unikliniken haben einen Verhandlungsstand erzielt. Betroffen sind rund 26.000 Beschäftigte an den Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm.
Der Tarifkompromiss sieht eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2028 vor. Die Gehälter sollen in drei Schritten steigen: Zum 1. Oktober 2026 um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro. Zum 1. Dezember 2027 und zum 1. Juli 2028 sollen jeweils weitere 1,3 Prozent folgen. Insgesamt ergibt sich daraus eine Entgeltsteigerung von 5,4 Prozent.
Auch Auszubildende sollen mehr Geld erhalten. Ihre Vergütung steigt ab Oktober 2026 um 60 Euro sowie in den Jahren 2027 und 2028 jeweils um weitere 30 Euro.
Nach Angaben von ver.di soll außerdem der von den Arbeitgebern gekündigte Tarifvertrag zum Rationalisierungsschutz wieder in Kraft gesetzt werden. Gleichzeitig konnten laut Gewerkschaft eine höhere Kürzung der Jahressonderzahlung nach Krankheitstagen sowie eine freiwillige Ausweitung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 45 Stunden verhindert werden.
Über den Verhandlungsstand entscheiden nun die ver.di-Mitglieder an den vier Standorten. Nach Versammlungen am 13. und 14. Juli läuft die Mitgliederbefragung bis zum 23. Juli. Erst danach trifft die Tarifkommission die endgültige Entscheidung über die Annahme des Tarifabschlusses.
Dem Kompromiss waren drei Warnstreikrunden mit insgesamt bis zu sechs Streiktagen voraus.






