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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Handwerkskammer Freiburg
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Die wirtschaftliche Lage im südbadischen Handwerk bleibt angespannt. Eine erhoffte Frühjahrsbelebung ist ausgeblieben, stattdessen verharrt die Branche seit Monaten auf niedrigem Niveau. Die Handwerkskammer Freiburg sieht darin ein deutliches Warnsignal und fordert von der Politik schnelle Reformen.

Laut der aktuellen Konjunkturumfrage bewerten nur noch 53 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als gut. Vor einem Jahr waren es noch 72 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil der Unternehmen mit schlechter Geschäftslage von sechs auf 15 Prozent.

Auch bei den Aufträgen zeigt sich die schwierige Entwicklung. Nur noch 20 Prozent der Betriebe melden steigende Auftragseingänge, während 31 Prozent von rückläufigen Aufträgen berichten. Entsprechend bleibt auch die Auslastung vieler Handwerksbetriebe seit drei Quartalen auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Ähnlich sieht es bei den Umsätzen aus: Jeder fünfte Betrieb verzeichnet höhere Einnahmen, 27 Prozent hingegen mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Besonders belastend seien nach Angaben der Handwerkskammer die weiterhin steigenden Einkaufspreise. 78 Prozent der Betriebe berichten von höheren Kosten, allerdings konnten nur 41 Prozent diese über höhere Verkaufspreise an ihre Kunden weitergeben.

Trotz der schwierigen Lage halten die meisten Unternehmen an ihren Beschäftigten fest. 79 Prozent gaben an, ihren Personalbestand unverändert zu lassen. Auch für die kommenden Monate planen 80 Prozent keine Veränderungen.

Handwerkskammer-Präsident Christof Burger warnt jedoch davor, die Belastbarkeit der Betriebe zu überschätzen. Neben hohen Energie- und Materialkosten, zurückhaltendem Konsum, schwacher Bautätigkeit und zunehmender Bürokratie belasteten auch steigende Lohnnebenkosten das Handwerk. Die Bundesregierung müsse nun zügig Reformen umsetzen und dabei insbesondere kleine und mittlere Betriebe entlasten.

Burger fordert, den Mittelstand bei anstehenden Reformen im Sozialstaat und bei den Arbeitskosten stärker zu berücksichtigen. Zusätzliche Belastungen würden die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks weiter schwächen.

Die Handwerkskammer Freiburg vertritt rund 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach, Ortenau sowie in der Stadt Freiburg.

Bild: amh-online.de

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