Seit 20 Jahren arbeiten die Hochschule Offenburg und die Universität Ermland-Masuren im polnischen Olsztyn zusammen. Das Jubiläum wurde jetzt mit einem zweitägigen Symposium in Offenburg begangen. Dabei ernannte die Hochschule den Rektor der polnischen Partneruniversität, Jerzy A. Przyborowski, zum Ehrensenator.
Die Zusammenarbeit reicht in ihren Anfängen bis 1998 zurück. Damals reisten auf Einladung der Georg und Maria Dietrich-Stiftung Hochschulvertreter aus Offenburg nach Olsztyn. Daraus entwickelte sich die Idee für einen gemeinsamen Masterstudiengang. Nach mehreren Jahren Vorbereitung startete 2006 der gemeinsame Studiengang Process Engineering. Seit 2018/19 gibt es außerdem den gemeinsamen Masterstudiengang Biotechnology.
Neben der Lehre arbeiten beide Hochschulen auch in der Forschung zusammen. In den vergangenen 20 Jahren gab es gemeinsame Konferenzen, wissenschaftlichen Austausch und Forschungsprojekte unter anderem zur Bioökonomie. Beide Hochschulen gehören zudem zur europäischen Hochschulallianz ChallengeEU.
Beim Jubiläumssymposium beschäftigten sich Studierende, Forschende und Lehrende unter anderem mit Biogas- und Power-to-Gas-Technologien, Umweltanalytik sowie Verfahren zur Verringerung von CO2-Emissionen. Auch ehemalige Teilnehmer der gemeinsamen Studiengänge trafen mit aktuellen Studierenden zusammen.
Zum Abschluss wurde UWM-Rektor Jerzy A. Przyborowski zum Ehrensenator der Hochschule Offenburg ernannt. Die Hochschule würdigt damit seinen Beitrag zur deutsch-polnischen Partnerschaft und zur akademischen Zusammenarbeit in Europa.
Für die kommenden Jahre wollen die beiden Hochschulen ihre Kooperation fortsetzen. Dabei sollen unter anderem Bioinformatik und Digitalisierung sowie gemeinsame europäische Bildungsangebote eine größere Rolle spielen.

