Am Theater Freiburg feiert am Samstag, 28. November 2026, die Oper „La traviata“ von Giuseppe Verdi Premiere. Die Aufführung beginnt um 19.30 Uhr im Großen Haus. Regie führt die südafrikanische Regisseurin Victoria Stevens.
In ihrer Inszenierung beschäftigt sich Stevens mit der Frau hinter der berühmten Opernfigur Violetta Valéry. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie viel von der tatsächlichen Lebensgeschichte der Pariser Kurtisane Marie Duplessis in Verdis Werk erhalten geblieben ist.
Eine Liebesgeschichte mit tragischem Ende
„La traviata“ erzählt von Violetta Valéry, einer schwer kranken Frau, die sich in Alfredo verliebt. Doch die gesellschaftlichen Erwartungen stehen ihrer Beziehung im Weg.
Die Oper wurde von der Lebensgeschichte Marie Duplessis‘ inspiriert, die im 19. Jahrhundert in Paris lebte und jung an Tuberkulose starb. Ihre Geschichte wurde zunächst von Alexandre Dumas im Roman „Die Kameliendame“ verarbeitet und später zur Vorlage für Verdis Oper.
Regisseurin hinterfragt das Bild der Hauptfigur
Victoria Stevens will in ihrer Inszenierung die verschiedenen Ebenen zwischen der historischen Person, ihrer literarischen Darstellung und der Oper miteinander verbinden.
Dabei geht sie der Frage nach, was die bekannten Erzählungen über Marie Duplessis auslassen und wie die Frau hinter der tragischen Opernfigur sichtbar werden kann.
Die musikalische Leitung übernimmt Artem Lonhinov. „La traviata“ ist eine Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi und Francesco Maria Piave.

