(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Staufen (Beratungsvorlage BV-64/2026)
Die Risiken durch grenznahe Atomkraftwerke stehen im Fokus: Die Stadt Staufen will sich einer internationalen Resolution anschließen.
Am Donnerstag, 29. April 2026, entscheidet der Gemeinderat darüber, ob Staufen die Initiative der Trinationalen Atomschutzvereinigung (TRAS) unterstützt. Ziel der Resolution ist es laut Vorlage, politischen Druck auf Deutschland und Baden-Württemberg auszuüben, um strengere Maßnahmen im Umgang mit Schweizer Atomkraftwerken zu erreichen.
Hintergrund sind mehrere Anlagen in unmittelbarer Grenznähe, darunter die Kraftwerke Beznau, Gösgen und Leibstadt. Nach Einschätzung der TRAS bestehen Risiken insbesondere durch das hohe Alter der Anlagen sowie durch unklare Annahmen bei möglichen Unfallszenarien. Auch Auswirkungen des Klimawandels und die veränderte Sicherheitslage durch internationale Konflikte spielen eine Rolle.
Die Resolution fordert unter anderem ein Ende des Weiterbetriebs alter Anlagen, verbindliche Restlaufzeiten sowie eine bessere Information der Bevölkerung in Süddeutschland. Zudem sollen Katastrophenschutzpläne angepasst und grenzüberschreitende Umweltprüfungen konsequent umgesetzt werden.
Die Stadt Staufen ist bereits Mitglied der TRAS und sieht die Resolution als Instrument, um auf politischer Ebene Einfluss zu nehmen. Mit einem Beschluss würde sich die Stadt einer wachsenden Zahl von Kommunen anschließen, die ähnliche Forderungen unterstützen.





