(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Bergwacht Schwarzwald e.V.
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Sechs Einsätze innerhalb weniger Stunden und zusätzlich die Waldbrände im Ortenaukreis: Die Bergwacht Schwarzwald hat einen außergewöhnlich arbeitsreichen Dienstag hinter sich. Unter anderem musste eine schwer verletzte Touristin nach einem rund sieben Meter tiefen Absturz aus der Wutachschlucht gerettet werden.
Seit dem frühen Dienstagabend unterstützt die Bergwacht außerdem die Einsatzkräfte bei den Waldbränden rund um Zell am Harmersbach. Laut Bergwacht waren dort zeitweise mehr als 300 Einsatzkräfte mit drei parallelen Waldbränden bei Zell am Harmersbach, Biberach und Steinach beschäftigt.
15 Einsatzkräfte von der Bergwacht wurden zur rettungsdienstlichen Absicherung im Gelände und zur Fachberatung eingesetzt. Seit 17 Uhr am Dienstag sind verschiedene Ortsgruppen in wechselnder Besetzung durchgehend vor Ort.
Auch am Mittwoch soll die Unterstützung weitergehen. Geplant ist laut Bergwacht, Spezialisten von der Organisation @Fire im steilen und felsigen Gelände zu sichern und mit Geländefahrzeugen Material ins Einsatzgebiet zu bringen.
Touristin stürzt sieben Meter in Wutachschlucht
Gleich zweimal rückte die Bergwacht am Dienstag in die Wutachschlucht aus. Am frühen Nachmittag war eine Wanderin nahe der Schurhammerhütte wegen von einem ausgebrochenen Wanderweg rund drei Meter abgerutscht. Dabei verletzte sie sich am Arm.
Nach der Erstversorgung brachte die Bergwacht die Frau mit einem Bergrettungsfahrzeug aus der Schlucht und übergab sie an den Rettungsdienst.
Deutlich aufwendiger wurde ein Einsatz am Abend. Eine Touristin aus Großbritannien kam in der Nähe von der Schattenmühle vom Weg ab und stürzte rund sieben Meter ab. Dabei wurde sie laut Bergwacht schwer verletzt.
Die Einsatzkräfte brachten die Frau gemeinsam mit dem Rettungsdienst durch die Wutach auf eine kleine Insel im Fluss. Von dort wurde sie mit der Rettungswinde von einem Rettungshubschrauber aus der Schlucht geflogen. Zehn Einsatzkräfte sowie ein Luftretter von der Bergwacht waren beteiligt.
Jugendliche sitzen mit E-Bikes in Schlucht fest
Auch in der Rötenbachschlucht wurde Hilfe benötigt. Zwei 16-Jährige waren dort mit ihren E-Bikes unterwegs und kamen nicht mehr weiter. Sie setzten einen Notruf ab.
Weil der Mobilfunkempfang in der Schlucht schlecht war, hatten die Einsatzkräfte zunächst keine genauen Koordinaten. In der Nähe von der Rötenbachschlucht-Brücke fanden sie die beiden erschöpften Jugendlichen schließlich.
Beide waren unverletzt. Die Bergwacht brachte sie mit einem Bergrettungsfahrzeug aus der Schlucht und übergab sie ihren Eltern.
Verletzte Besucherin im Steinwasenpark
Die Bergwacht-Ortsgruppe Notschrei rückte am späten Nachmittag außerdem zum Steinwasenpark bei Oberried aus. Dort hatte sich eine Besucherin am Fuß verletzt und konnte nicht mehr selbstständig gehen.
Nach der Erstversorgung transportierten die Einsatzkräfte die Frau mit einer Gebirgstrage aus dem Gelände. Am Ausgang vom Park wurde sie an den Rettungsdienst übergeben.
Sucheinsatz bis in die Nacht
Auch in Baden-Baden war die Bergwacht gefordert. Zwölf Einsatzkräfte von den Ortsgruppen Baden-Baden und Pforzheim unterstützten ab etwa 20 Uhr eine bereits laufende Suchaktion in einem Waldgebiet.
Dabei kamen Bergrettungsfahrzeuge, Geländefahrzeuge und eine Drohne mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Gegen 23 Uhr wurde der Einsatz für die Bergwacht beendet.
Bild: Bergwacht Schwarzwald e.V.







