(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Ortskuratorium Müllheim/Markgräflerland der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
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Das Markgräflerland gehörte schon früh zu den Industriezentren im Südwesten – und Spuren davon sind bis heute sichtbar. Bei einem Vortrag in Badenweiler zeigt der Historiker und Museumsleiter Jan Merk, wie Textilfabriken, Wasserwege und Eisenbahn die Region rund um Lörrach und das Wiesental geprägt haben.

Der Vortrag „Frühe Industrialisierung im südlichen Markgräflerland – Eine Spurensuche“ findet am Donnerstag, 3. September, um 19 Uhr im Annette-Kolb-Saal vom Kur- und Festspielhaus Badenweiler statt. Veranstalter ist das Ortskuratorium Müllheim/Markgräflerland von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Lörrach entwickelte sich früh zum Industriestandort

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung vom südlichen Markgräflerland ab etwa 1750. Laut Veranstalter gehörte die Region damit zu den frühen Gebieten der Industrialisierung. Eine wichtige Rolle spielten Finanziers und Textilindustrielle aus der Schweiz und Frankreich.

Bereits 1752/53 siedelte sich in Lörrach eine erste Indiennefabrik an. Sie gilt als Vorläufer von der späteren Indienne- und Stoffdruckerei Koechlin, Baumgartner & Cie, kurz KBC. Das Unternehmen entwickelte sich später zu Europas größter Stoffdruckerei.

Neben der Textilbranche kamen Maschinenbau, Pharmaindustrie und die Schokoladenproduktion hinzu.

Jan Merk will bei seinem Vortrag auch zeigen, wie diese Entwicklung das heutige Stadtbild beeinflusst hat. Dazu gehören unter anderem der Gewerbekanal in Lörrach und die Eisenbahninfrastruktur.

Merk leitete von 2002 bis 2023 das Markgräflermuseum in Müllheim und ist seit 2023 Leiter vom Dreiländermuseum in Lörrach.

Zweite Veranstaltung führt zum früheren KBC-Gelände

Passend zum Thema folgt am Sonntag, 13. September, eine weitere Veranstaltung in Lörrach. Zum Tag des offenen Denkmals geht es unter dem Titel „Lörracher Industriedenkmale im Wandel“ um erhaltene und neu genutzte Zeugnisse von der Industriegeschichte.

Geplant sind um 10.30 und 15 Uhr jeweils ein Einführungsvortrag und eine Führung. Treffpunkt ist das Dreiländermuseum in der Basler Straße 143.

Der Rundgang führt unter anderem in das frühere Mühlen- und KBC-Areal. Dort werden heute Teile der historischen Industriearchitektur neu genutzt. Auch der denkmalgeschützte Industrieschornstein aus dem Jahr 1921 ist Thema.

Außerdem wird eine neue Broschüre von der Stadt Lörrach zur Industriegeschichte vorgestellt.

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