(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Regierungspräsidium Freiburg
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Der Weinbau am Kaiserstuhl steht vor großen Herausforderungen. Wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage rechnen Fachleute damit, dass in den kommenden Jahren immer mehr Weinberge aufgegeben werden. Jetzt sollen neue Projekte und Förderprogramme gegensteuern.

Beim dritten Treffen des Arbeitskreises „Zukunft des Weinbaus am Kaiserstuhl“ haben Vertreter aus Weinbau, Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen über Lösungen beraten. Ziel ist es, den Weinbau als wichtigen Wirtschaftszweig und die einzigartige Kulturlandschaft am Kaiserstuhl zu erhalten.

Ein zentrales Vorhaben ist ein neues Regionalmanagement der Kaiserstuhl-Gemeinden. Dafür stehen in den kommenden sieben Jahren bis zu 840.000 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen unter anderem Konzepte entwickelt werden, damit aufgegebene Rebflächen nicht zu einem unübersichtlichen Flickenteppich werden. Geplant sind freiwillige Flächentausche zwischen Winzern sowie alternative Nutzungen oder naturschutzfachliche Aufwertungen.

Außerdem informierte das Regierungspräsidium über neue Fördermöglichkeiten für Winzer. Ab 2027 soll das Land eine sogenannte Rotationsbrache fördern. Dabei erhalten Betriebe finanzielle Unterstützung, wenn sie brachliegende Weinberge artenreich begrünen.

Einigkeit bestand darüber, dass unkontrolliert brachfallende Weinberge verhindert werden müssen. Nicht gepflegte Rebflächen können sowohl für den Naturschutz als auch für benachbarte Weinbaubetriebe Probleme verursachen.

Künftig soll sich der Arbeitskreis nicht mehr nur mit dem Kaiserstuhl beschäftigen. Das Netzwerk wird zu einer Plattform für den Austausch über die Zukunft des Weinbaus im gesamten Regierungsbezirk Freiburg ausgebaut.

Bild: Badischer Weinbauverband

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