(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Heitersheim
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Vier neue öffentliche Ladestationen, ein zweites E-Carsharing-Auto und eine umfassende Neuberechnung der Verwaltungsgebühren: Der Gemeinderat in Heitersheim beschäftigt sich am Dienstag mit mehreren Themen, die für die Einwohner konkrete Auswirkungen haben könnten.

Vier neue Ladestationen mit acht Ladepunkten

Die Stadtverwaltung schlägt vor, die bislang zwei von der Stadt angestoßenen öffentlichen Ladestationen um vier weitere Standorte zu ergänzen. Geplant sind 22-Kilowatt-Ladestationen bei der Villa Urbana beziehungsweise am Römerpark, am Unteren Winkel und in der Goethestraße. Am Ochsenplatz im Stühlinger ist eine Schnellladestation mit 50 Kilowatt vorgesehen. Jede Station soll zwei Ladepunkte erhalten.

Die Netzanschlüsse einschließlich Tiefbau sollen rund 54.000 Euro brutto kosten. Das Land kann davon nach Angaben der Stadt 75 Prozent beziehungsweise rund 40.500 Euro fördern. Die verbleibenden Kosten soll Naturenergie über zwei einmalige Pachtzahlungen übernehmen, sodass der Stadt laut Vorlage letztlich kein finanzieller Aufwand entstehen soll. Bei einer Zustimmung könnten die Ladestationen voraussichtlich im ersten oder zweiten Quartal 2027 installiert werden.

Am Unteren Winkel soll außerdem ein zweites E-Carsharing-Fahrzeug stationiert werden. Ein erstes steht bereits am Alten Rathaus. Den P+R-Parkplatz am Bahnhof hat die Stadt ebenfalls als Standort für eine Ladesäule geprüft, hält ihn aber wegen der dort üblichen längeren Parkzeiten für weniger geeignet.

Verwaltungsgebühren sollen nach fast 13 Jahren steigen

Ein weiteres Thema betrifft zahlreiche Dienstleistungen vom Rathaus. Die derzeitige Verwaltungsgebührensatzung stammt aus dem Jahr 2013 und soll neu gefasst werden. Grundlage ist eine neue Kalkulation der Personal-, Sach- und Gemeinkosten. Die neuen Gebühren sollen nach dem Vorschlag zum 1. November 2026 in Kraft treten.

Bei mehreren Leistungen sind deutliche Erhöhungen vorgesehen. Die allgemeine Verwaltungsgebühr für 15 Minuten Bearbeitungszeit soll beispielsweise von 13,50 auf 19,60 Euro steigen. Die erste Beglaubigung würde statt 4,20 künftig 6,20 Euro kosten. Für eine einfache Melderegisterauskunft sind 9,40 statt bisher 6 Euro vorgesehen.
Auch Kopien und Ausdrucke werden teilweise teurer: Für die erste Seite sieht der Vorschlag 6,50 Euro vor. Bei Fundsachen sollen künftig beispielsweise 13,60 Euro bei einem Wert bis 50 Euro und 67,70 Euro für Fahrräder verlangt werden. Die Stadt begründet die Neuberechnung grundsätzlich mit dem Ziel, die tatsächlichen Verwaltungskosten zu decken. In einzelnen Fällen soll bewusst auf eine vollständige Kostendeckung verzichtet werden, wenn diese Bürger unverhältnismäßig belasten würde.

Weitere Vergaben für Feuerwehrhaus und Bauhof

Auf der Tagesordnung steht außerdem das dritte Vergabepaket für den Neubau vom Feuerwehrhaus und Bauhof. Dabei geht es um Holzbauarbeiten für Dächer und Fassaden, Industriehallen, Dachabdichtungen, Metallbauarbeiten sowie Photovoltaikanlagen.

Der Gemeinderat befasst sich zudem mit dem Finanzzwischenbericht 2026 und einem Ausblick auf den Jahresabschluss 2025. Auch der Jahresabschluss 2024 vom Versorgungsbetrieb soll festgestellt werden.

Neue Werbemöglichkeiten für Vereine

Beraten wird außerdem ein Antrag der CDU-Fraktion zu neuen Werbemöglichkeiten für örtliche Vereine und Veranstalter. Hintergrund ist, dass die B3-Brücke nicht mehr für Veranstaltungsbanner genutzt werden darf. Die Verwaltung soll nach dem Beschlussvorschlag ein Konzept entwickeln, wie die bestehenden Ortseingangstafeln für zeitlich begrenzte Banner umgebaut oder ergänzt werden könnten. Die Verwaltung unterstützt den Antrag.

Die öffentliche Sitzung vom Heitersheimer Gemeinderat beginnt am Dienstag, 22. September, um 19 Uhr im Ratssaal. Auf der Tagesordnung stehen außerdem Einwohnerfragen, Bekanntgaben aus nichtöffentlichen Sitzungen sowie Mitteilungen und Anfragen.

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