(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg
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Eine personalisierte Krebstherapie soll künftig einfacher, schneller und verlässlicher hergestellt werden können. Unter medizinischer Leitung vom Universitätsklinikum Freiburg entwickelt ein Forschungsverbund dafür einen standardisierten Ablauf. Zunächst wird das Verfahren bei Blasenkrebs untersucht.
Im Mittelpunkt vom Projekt RepTIL stehen körpereigene Immunzellen, sogenannte Tumor-infiltrierende Lymphozyten. Sie werden aus dem Tumorgewebe von Patienten gewonnen, im Labor vermehrt und anschließend wieder eingesetzt. Die Immunzellen sollen dann gezielt Krebszellen angreifen.
Bislang ist die Herstellung von solchen Therapien allerdings aufwendig und schwer zu standardisieren. Genau das wollen die Beteiligten ändern. Das Universitätsklinikum beschreibt das Ziel bildlich als eine Art „Fließband“ für die einzelnen Herstellungsschritte.
Dafür sollen geeignete Immunzellen zunächst aus dem Tumorgewebe isoliert und sortiert werden. Moderne Analysen sollen anschließend zeigen, welche Zellen sich besonders für eine Therapie eignen. Nach ihrer Vermehrung im Labor testen die Forschenden in individuellen Zellmodellen, ob sie Tumorzellen wirksam angreifen und gesunde Zellen möglichst verschonen.
Das Verfahren wird zunächst am Beispiel von Blasenkrebs erforscht. Laut Universitätsklinikum erkranken daran in Deutschland jedes Jahr rund 30.000 Menschen. Besonders bei fortgeschrittenem Blasenkrebs besteht demnach ein hoher medizinischer Bedarf.
Das Forschungsprojekt läuft über drei Jahre. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert RepTIL mit insgesamt 2,8 Millionen Euro. Rund 700.000 Euro davon gehen an das Universitätsklinikum Freiburg.
Neben dem Universitätsklinikum sind das Hahn-Schickard Institut für Mikroanalysesysteme sowie die Unternehmen inscreenex, Sensific und Aptamimetics beteiligt. Koordiniert wird der Forschungsverbund von inscreenex.







