BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD

Sulzburg: Neue Regenwasserzisterne für Bäume im Kurpark geplant

Bei der Neugestaltung vom Kurpark in Sulzburg könnte eine unterirdische Regenwasserzisterne eingebaut werden. Sie soll Wasser für 20 neue Bäume speichern und so die Bewässerung in trockenen Sommermonaten unterstützen. Die Stadtverwaltung empfiehlt die Anlage trotz begrenzter finanzieller Einsparungen. Der Gemeinderat berät darüber am Donnerstag, 5. November 2026.

Vorgesehen ist ein Speicher mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Litern. Er soll Regenwasser vom rund 460 Quadratmeter großen Dach des Gebäudes „Neue Mitte“ sammeln.

Wasservorrat für 20 neue Bäume

Nach Berechnungen des beauftragten Landschaftsarchitekturbüros AG FREIRAUM werden für einen vollständigen Bewässerungsgang der 20 geplanten Bäume rund 2.000 Liter Wasser benötigt.

Eine vollständig gefüllte Zisterne könnte damit rechnerisch sieben Bewässerungsgänge ermöglichen. Die Anlage soll möglichst im Zuge der ohnehin geplanten Tiefbauarbeiten am Stauraumkanal eingebaut werden.

Kosten könnten über 19.000 Euro liegen

Die bisherige Kostenberechnung geht von rund 19.000 Euro einschließlich Erdarbeiten aus. Allerdings sind zusätzliche Ausgaben für Leitungen, Wasserentnahme, mögliche Pumpentechnik und statische Untersuchungen noch nicht abschließend ermittelt.

Die Stadt rechnet damit, dass voraussichtlich 60 Prozent der förderfähigen Kosten über das Städtebauförderungsprogramm übernommen werden könnten. Bei Gesamtkosten von 19.000 Euro und vollständiger Förderfähigkeit blieben für Sulzburg rund 7.600 Euro.

Ob die Förderung tatsächlich gewährt wird, ist noch offen.

Wirtschaftlichkeit bleibt fraglich

Bei einer angenommenen jährlichen Regenwassernutzung von 100.000 Litern und einem Wasserpreis von drei Euro pro Kubikmeter ließen sich rechnerisch rund 300 Euro im Jahr sparen.

Ohne Förderung würde sich die Anlage unter diesen Annahmen erst nach etwa 63 Jahren rechnen. Mit der erwarteten Förderung wären es rund 25 Jahre.

Dabei sind laufende Kosten für Wartung, Reinigung, Strom und Reparaturen noch nicht berücksichtigt. Außerdem könnte Sulzburg für die Bewässerung möglicherweise vorhandenes Quellwasser nutzen, wodurch die finanziellen Einsparungen geringer ausfallen würden.

Die Verwaltung sieht den Nutzen deshalb vor allem im nachhaltigen Umgang mit Wasser und in der Anpassung der Grünanlagen an trockenere Sommer.

Entscheidung zunächst nur grundsätzlich

Vor einer Umsetzung müssen auch die baulichen Risiken geprüft werden. Der geplante Standort liegt im Umfeld historischer Gebäude, deren Fundamente durch die Erdarbeiten nicht gefährdet werden dürfen.

Der Gemeinderat soll deshalb zunächst nur grundsätzlich dem Einbau zustimmen. Eine endgültige Freigabe ist erst vorgesehen, wenn die vollständigen Kosten, die Förderfähigkeit und die technische Umsetzbarkeit geklärt sind.

BreisgauLIVE einschalten
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner