KREIS LÖRRACH

Lörrach erinnert mit Mahnwache an Zerstörung der Synagoge

Mit einer öffentlichen Mahnwache erinnert die Stadt Lörrach am Dienstag, 10. November 2026, an die Zerstörung der früheren Synagoge während der nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938. Die Gedenkfeier beginnt um 11 Uhr in der Teichstraße auf Höhe der Synagogengasse. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen.

Die Veranstaltung soll nicht nur an die Verfolgung und Gewalt gegen jüdische Menschen erinnern, sondern auch ein Zeichen gegen heutigen Antisemitismus und für ein respektvolles Zusammenleben setzen.

Gebete, Gedichte und Kerzen zum Gedenken

Die Mahnwache beginnt mit einer Ansprache der Stadt. Anschließend sprechen Landesrabbiner Moshe Flomenmann und Pfarrer Michael Hoffmann, Sprecher der Gruppe Abraham, Gebete.

Erstmals beteiligen sich auch Schülerinnen und Schüler der Freien Waldorfschule Lörrach. Sie tragen Gedichte vor und gestalten eine interaktive Pinnwand mit Friedensbotschaften.

Zum stillen Gedenken werden Kerzen an der Gedenkstele in der Teichstraße abgelegt. Sie erinnert an die jüdischen Menschen aus Lörrach, die am 22. Oktober 1940 in das französische Lager Gurs deportiert wurden.

Lörracher Synagoge 1938 zerstört

Die erste Synagoge Lörrachs stand seit 1808 in der Synagogengasse am heutigen Neuen Marktplatz. In den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 wurde sie von den Nationalsozialisten zerstört.

Die heutige Lörracher Synagoge wurde am 9. November 2008 eingeweiht.

Die diesjährige Gedenkfeier findet einen Tag nach der Fertigstellung der Restaurierung einer historischen Lörracher Tora-Rolle im Landtag von Baden-Württemberg statt.

Veranstaltet wird die Mahnwache gemeinsam von der Stadt Lörrach und der Israelitischen Kultusgemeinde Lörrach.

Termin im Überblick

Dienstag, 10. November 2026, um 11 Uhr

Ort: Teichstraße, auf Höhe der Synagogengasse, Lörrach

Die Teilnahme steht allen Interessierten offen.

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