In Efringen-Kirchen sollen Besucherinnen und Besucher die Wortbeiträge bei Gemeinderatssitzungen künftig besser verstehen können. Die Verwaltung möchte deshalb eine kabellose Mikrofonanlage anschaffen. Weil die bisher eingeplanten 10.000 Euro nicht ausreichen, soll der Gemeinderat am Montag, 2. November 2026, über die grundsätzliche Anschaffung und eine Finanzierung im Haushalt 2027 entscheiden.
Hintergrund sind wiederholte Beschwerden aus der Zuhörerschaft. Nach Angaben der Verwaltung können Besucher den Sitzungen und einzelnen Wortbeiträgen teilweise nur schwer folgen.
Besonders problematisch sei die Verständlichkeit, wenn Sitzungen wegen vieler Besucher ins Foyer der Mehrzweckhalle, in die Aula der Schule oder in die Isteiner Halle verlegt werden.
Auch Menschen mit Höreinschränkungen betroffen
Einige Menschen mit Höreinschränkungen haben der Verwaltung mitgeteilt, dass sie wegen der schlechten Verständlichkeit keine Gemeinderatssitzungen mehr besuchen möchten.
Die geplante Mikrofonanlage soll deshalb nicht nur den Sitzungsverlauf verbessern, sondern auch Barrieren abbauen und mehr Menschen die Teilnahme ermöglichen.
Bei einem Testlauf am 6. Juli 2026 gab es laut Verwaltung sowohl von Gemeinderatsmitgliedern als auch aus dem Publikum positive Rückmeldungen.
Angebote liegen zwischen 21.000 und 38.000 Euro
Für die Anschaffung waren im Haushalt 2026 lediglich 10.000 Euro vorgesehen. Die Verwaltung hatte ursprünglich 50.000 Euro beantragt, der Gemeinderat reduzierte den Ansatz jedoch während der Haushaltsberatungen.
Neue Angebote für Anlagen mit 15 Sprechstellen liegen inzwischen zwischen 21.000 und 38.000 Euro.
Die Verwaltung bevorzugt kabellose Geräte, die sich an verschiedenen Sitzungsorten einsetzen lassen. Außerdem soll das System später erweitert werden können und einfach einzurichten sein.
Eine Möglichkeit wäre, zunächst weniger Sprechstellen anzuschaffen und die Anlage in den kommenden Jahren auszubauen.
Gemeinderat entscheidet am 2. November
Die Verwaltung schlägt vor, die Anschaffung grundsätzlich zu beschließen und ausreichend Geld im Haushalt 2027 vorzusehen.
Alternativ könnte der Gemeinderat auf die Anlage verzichten oder eine Anschaffung noch im Jahr 2026 ermöglichen. Dafür müssten allerdings zusätzliche Mittel aus anderen Haushaltsmaßnahmen bereitgestellt werden.
Ob und wann die Mikrofonanlage tatsächlich angeschafft wird, ist noch offen.
Bild: Symbolbild, KI-generiert

