KREIS LÖRRACH

Landkreis Lörrach: Behörden üben Gefahrstoffunfall in Grenzach-Wyhlen

Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Polizei und Betrieben bei einem größeren Gefahrstoffunfall? Das haben verschiedene Einsatz- und Verwaltungsstellen im Landkreis Lörrach bei einer gemeinsamen Übung überprüft. Im Landratsamt wurde dafür ein schwerer Unfall auf einem Betriebsgelände in Grenzach-Wyhlen durchgespielt.

Wichtig dabei: Der Unfall war vollständig erfunden. Es bestand keine tatsächliche Gefahr für die Bevölkerung.

Flugzeugabsturz und austretender Gefahrstoff

Das Übungsszenario begann mit einem fiktiven Absturz eines Ultraleichtflugzeugs. Der Pilot hatte gesundheitliche Probleme und stürzte auf das Gelände eines Betriebs in Grenzach-Wyhlen.

Dabei wurde in der angenommenen Situation ein Gefahrstoffbehälter beschädigt. Der Stoff trat über die Grenzen des Betriebsgeländes hinaus aus.

Die Beteiligten mussten anhand eines Gemeindeplans klären, wie Informationen weitergegeben, Gefahren bewertet und notwendige Maßnahmen abgestimmt werden.

Ein Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen sowie auf den Kommunikationswegen für Warnungen an die Bevölkerung und Informationen an die Presse.

Behörden und Unternehmen arbeiten zusammen

An der Übung beteiligten sich unter anderem das Landratsamt Lörrach, die Gemeinde Grenzach-Wyhlen, die Integrierte Leitstelle, das Polizeipräsidium und die DSM Nutritional Products GmbH.

Auch das Regierungspräsidium Freiburg, die Stadt Rheinfelden und weitere Betriebe aus Grenzach-Wyhlen waren vertreten.

Die Beteiligten überprüften ihre Zuständigkeiten, Entscheidungswege und die Zusammenarbeit im Ernstfall.

Erkenntnisse fließen in Notfallpläne ein

Die Ergebnisse des Planspiels sollen genutzt werden, um bestehende externe Notfallpläne zu aktualisieren und weitere gemeinsame Übungen vorzubereiten.

Bereits wenige Wochen zuvor hatte sich das Landratsamt an einer zweitägigen grenzüberschreitenden Notfallübung beteiligt. Dabei wurde gemeinsam mit Partnern aus Deutschland und der Schweiz ein fiktiver Unfall in einem Schweizer Kernkraftwerk durchgespielt.

Mit solchen Übungen wollen sich die zuständigen Stellen auf unterschiedliche Gefahrenlagen vorbereiten und die Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz verbessern.

Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort

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