Offenburg wird einen neuen Oberbürgermeister bekommen. Mit dem vorläufigen Ergebnis bei der Stichwahl am Sonntag, 25. Oktober 2026, hat sich Dr. Tobias Benz gegen seinen Mitbewerber Julian Christ durchgesetzt.
Das vorläufige Ergebnis: Benz erhielt 64,6% der Stimmen (11.043 Stimmen). Auf Christ entfielen 35,4 Prozent (6.055 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 37,4 Prozent.
Damit steht die Nachfolge von Oberbürgermeister Marco Steffens fest, der nicht erneut für das Amt kandidiert hatte.
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Tobias Benz ist bislang Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen
Der 44-jährige Tobias Benz ist seit 2014 Bürgermeister der Gemeinde Grenzach-Wyhlen im Landkreis Lörrach. Er ist Mitglied der CDU und promovierter Volkswirt.
Benz ist in Ohlsbach aufgewachsen und hat in Offenburg die Schule besucht. Mit seiner Bewerbung um das Oberbürgermeisteramt wollte er in die Ortenau zurückkehren.
Bereits im ersten Wahlgang am 11. Oktober hatte Benz mit 45,4 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Für einen direkten Wahlsieg reichte das damals nicht.
Wohnungsbau und Stadtentwicklung als Schwerpunkte
Im Wahlkampf setzte Benz unter anderem auf zusätzlichen Wohnraum, die Modernisierung der Stadtverwaltung und eine langfristige Entwicklungsstrategie für Offenburg.
Bis 2034 sollen nach seinen Vorstellungen 2.000 zusätzliche Wohnungen entstehen. Auch Schulen, Kindertagesstätten und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt gehören zu seinen Schwerpunkten.
Für die langfristige Planung stellte Benz sein Konzept „Offenburg 2050“ vor.
In der Verkehrspolitik möchte er die Interessen verschiedener Verkehrsteilnehmer berücksichtigen. Dazu zählen Autofahrer, der öffentliche Nahverkehr sowie der Rad- und Fußverkehr.
Auch Klimaanpassung, Sicherheit und die Entwicklung der Offenburger Ortsteile waren Themen seines Wahlprogramms.
Julian Christ unterliegt bei der OB-Stichwahl
Mit Julian Christ hatte sich ein weiterer amtierender Bürgermeister um die Nachfolge von Marco Steffens beworben.
Christ wurde 1987 geboren und ist seit 2017 Bürgermeister der Stadt Gernsbach im Landkreis Rastatt. Er ist SPD-Mitglied und hatte zuvor unter anderem in Landesministerien gearbeitet.
Im Wahlkampf stellte Christ besonders die wirtschaftliche Entwicklung, bezahlbaren Wohnraum, das Ehrenamt und eine bürgernahe Verwaltung in den Mittelpunkt.
Auch die Stärkung der Ortsverwaltungen und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel gehörten zu seinen Schwerpunkten.
Benz lag schon im ersten Wahlgang vorne
Beim ersten Wahlgang am 11. Oktober hatten sieben Bewerber um das Oberbürgermeisteramt kandidiert.
Tobias Benz erhielt damals 9.585 Stimmen und erreichte damit 45,4 Prozent. Julian Christ kam mit 5.728 Stimmen auf 27,2 Prozent.
Die Wahlbeteiligung lag bei 45,8 Prozent. Insgesamt hatten 21.226 der 46.354 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.
Da keiner der Bewerber die erforderliche Mehrheit erreichte, wurde die Stichwahl am 25. Oktober notwendig.
Neue Rathausspitze für Offenburg
Mit dem Ergebnis der Stichwahl steht fest, wer die Stadt Offenburg künftig führen wird.
Zu den wichtigen Aufgaben der kommenden Jahre gehören die Entwicklung von Wohnraum, die wirtschaftliche Zukunft der Stadt und die Vorbereitung der Landesgartenschau.
Auch die Kosten geplanter Projekte, darunter der diskutierte Aussichtsturm, waren im Wahlkampf ein Thema.

