FREIBURG

Freiburg: Uniklinik untersucht heiße Bäder gegen Depressionen

Können heiße Bäder helfen, depressive Beschwerden zu lindern? Dieser Frage geht das Universitätsklinikum Freiburg in einer klinischen Studie nach. Dafür werden Menschen zwischen 18 und 70 Jahren gesucht, die aktuell an einer Depression leiden.

Die Forschenden wollen herausfinden, ob sogenannte Überwärmungsbäder eine ergänzende Behandlungsmöglichkeit sein könnten. Dabei liegen die Teilnehmenden unter medizinischer Aufsicht in etwa 40 Grad warmem Wasser, wodurch ihre Körpertemperatur ansteigt.

Ob diese Methode tatsächlich gegen depressive Symptome hilft, soll die Studie erst zeigen.

Drei Behandlungsgruppen werden verglichen

Die Teilnehmenden werden nach einer Eingangsuntersuchung zufällig einer von drei Gruppen zugeteilt.

Eine Gruppe erhält Überwärmungsbäder. Eine zweite Gruppe bekommt Bäder ohne gezielten Wärmereiz. Die dritte Gruppe setzt ihre übliche Behandlung ohne zusätzliche Badeanwendungen fort.

Die gesamte Studienphase dauert vier Monate. Für die beiden Badegruppen sind über acht Wochen jeweils zwei Anwendungen pro Woche vorgesehen. Anschließend folgt eine achtwöchige Nachbeobachtung.

Wer kann teilnehmen?

Gesucht werden Erwachsene zwischen 18 und 70 Jahren mit einer aktuellen depressiven Episode oder einer wiederkehrenden depressiven Störung.

Voraussetzung ist, dass die bisherige Therapie mindestens vier Wochen vor Studienbeginn unverändert geblieben ist. Menschen mit schweren körperlichen oder weiteren psychischen Erkrankungen können nicht teilnehmen.

Alle Untersuchungen und Anwendungen sind kostenlos. Fahrtkosten können auf Wunsch erstattet werden.

Anmeldung bei der Uniklinik Freiburg

Interessierte können sich direkt bei der Projektkoordinatorin Susanne Forster melden.

Telefon: 0761 270-83200; E-Mail: [email protected]

Weitere Informationen zur Studie und zu den Teilnahmebedingungen gibt es auf der Internetseite des Universitätsklinikums Freiburg.

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