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Breisach: Neuer Fitnessparcours für 290.000 Euro soll entstehen

Am Waldstadion in Breisach soll bis März 2027 ein kostenlos nutzbarer Fitnessparcours entstehen. Der Gemeinderat entscheidet über einen Auftrag für rund 289.500 Euro.

Kostenlos trainieren: Breisach plant Fitnessparcours am Waldstadion

Krafttraining unter freiem Himmel und ohne Mitgliedsbeitrag: In Breisach soll direkt am Waldstadion ein neuer Fitnessparcours entstehen. Die Anlage wird öffentlich zugänglich sein und auch Trainingsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung bieten. Für den Bau sind knapp 290.000 Euro vorgesehen. Am Dienstag, 20. Oktober, soll der Gemeinderat den Auftrag vergeben.

Der neue Kraftsportgeräteparcours ist Teil des deutsch-französischen Projekts Sport’Rhena. Damit wollen Breisach und die französische Nachbarregion Alsace Rhin Brisach gemeinsame Sportangebote schaffen und Begegnungen über die Grenze hinweg fördern.

Fitnessgeräte für unterschiedliche Bedürfnisse

Der Parcours soll verschiedene Möglichkeiten für Kraft-, Bewegungs- und Fitnesstraining bieten. Die Nutzung wird kostenlos und ohne Vereinsmitgliedschaft möglich sein.

Bei der Planung wurden auch Geräte und Trainingselemente berücksichtigt, die von Menschen mit Behinderung genutzt werden können. Die Wege zur Anlage sollen barrierefrei gestaltet werden.

Als Standort ist eine Fläche unmittelbar neben dem Breisacher Waldstadion vorgesehen.

Die Fertigstellung ist für März 2027 geplant.

Auftrag für knapp 290.000 Euro

Die Stadtverwaltung schlägt vor, den Bauauftrag an die Freiburger Firma flor-design GmbH zu vergeben. Das Angebot liegt bei 289.484,79 Euro brutto und damit innerhalb der zuvor geschätzten Kosten.

Die Vergabe verlief allerdings nicht wie ursprünglich geplant. Bei einer europaweiten Ausschreibung ging zunächst kein Angebot ein.

Anschließend wurden mehrere Unternehmen im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung zur Angebotsabgabe aufgefordert. Nach Prüfung des eingegangenen Angebots empfiehlt die Verwaltung nun die Vergabe an flor-design.

Ein zusätzlich angebotener Wartungsvertrag über 9.272,80 Euro für fünf Jahre soll vorerst nicht beauftragt werden.

Fördergelder aus mehreren Programmen

Finanziell unterstützt wird das Projekt unter anderem durch das europäische Förderprogramm Interreg Oberrhein.

Grundsätzlich können darüber 60 Prozent der anerkannten förderfähigen Projektkosten übernommen werden.

Für drei Sportstätten des Projekts – den Skatepark, die Boulderanlage und den Kraftparcours – wurden außerdem insgesamt 172.000 Euro aus der kommunalen Sportstättenförderung des Landes Baden-Württemberg bewilligt.

Für die barrierefreie Gestaltung des Kraftparcours hat der Badische Sportbund zusätzlich 38.652,18 Euro zugesagt.

Wie hoch der endgültige Eigenanteil der Stadt allein für den Kraftparcours ausfällt, geht aus der Vorlage nicht hervor.

Fünf neue Sportangebote auf beiden Rheinseiten

Zum Gesamtprojekt Sport’Rhena gehören fünf neue Sportangebote auf deutscher und französischer Seite:

  • ein Skatepark
  • eine Boulderanlage
  • zwei Basketballfelder für die Spielform 3 gegen 3
  • ein Kraftsportgeräteparcours
  • ein Pumptrack

Der Pumptrack im französischen Biesheim wurde bereits im August 2025 eröffnet. Die weiteren Anlagen befinden sich in unterschiedlichen Planungs- und Umsetzungsphasen.

Das grenzüberschreitende Projekt läuft noch bis November 2027.

Der Gemeinderat hatte dem Gesamtprojekt bereits im Dezember 2023 zugestimmt. Am 20. Oktober geht es deshalb nicht mehr um die grundsätzliche Entscheidung für Sport’Rhena, sondern um die konkrete Auftragsvergabe für den Fitnessparcours am Waldstadion.

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