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Warnstreik bei SWEG: Auch Züge fallen drei Tage lang aus

Der angekündigte dreitägige Warnstreik bei der SWEG trifft von Mittwoch bis Freitag, 30. September bis 2. Oktober, nun auch den Zugverkehr in der Region. Anders als bei den ersten Warnstreiks im September hat Verdi diesmal zusätzlich Beschäftigte der SWEG Schienenwege GmbH zum Ausstand aufgerufen. Voraussichtlich fallen deshalb unter anderem die Züge zwischen Bad Krozingen und Münstertal (Linie S3) sowie zwischen Achern und Ottenhöfen aus. Auch im Bus- und Schulbusverkehr werden erhebliche Ausfälle erwartet.

Betroffen sind die Zugleitstellen in Endingen am Kaiserstuhl und Gammertingen. Nach Angaben der SWEG können deshalb voraussichtlich auch die Züge der Linie S11 von DB Regio zwischen Endingen und Gottenheim nicht fahren.

Im Ortenaukreis soll zudem die Achertalbahn zwischen Achern und Ottenhöfen ausfallen. Die SWEG erwartet außerdem keine Züge zwischen Biberach und Oberharmersbach.

Andere wichtige Bahnstrecken in der Region sollen nach aktuellem Stand dagegen nicht vom Streik betroffen sein. Dazu gehören laut SWEG Freiburg–Elzach, Offenburg–Straßburg, Offenburg–Bad Griesbach, Offenburg–Freudenstadt und Hausach–Hornberg.

Erhebliche Ausfälle bei Bussen und Schulverkehr

Parallel bleibt der Busverkehr stark betroffen. In unserem Verbreitungsgebiet nennt die SWEG die Standorte Weil am Rhein, Müllheim, Endingen, Emmendingen, Lahr, Offenburg, Schutterwald und Kehl.

Dort müsse mit erheblichen Fahrtausfällen gerechnet werden. Auch der Schulbusverkehr der SWEG wird voraussichtlich ausfallen. Eine Ersatzbeförderung kann nach Angaben vom Unternehmen nicht angeboten werden.

Fahrgäste sollen deshalb nach Möglichkeit auf andere Verkehrsunternehmen oder Verkehrsmittel ausweichen oder ihre Fahrt verschieben.

Anzeigen und Apps können falsche Fahrten zeigen

Besonders wichtig für Fahrgäste: Die Angaben zum Busverkehr in Apps, auf Websites und auf den digitalen Anzeigen an Haltestellen können während des Streiks unzutreffend sein. Nach Angaben der SWEG beteiligen sich auch Beschäftigte der Busleitstellen am Streik, die normalerweise die Fahrtausfälle in den Systemen einpflegen.

Im Bahnverkehr nennt das Unternehmen dagegen konkrete Strecken, auf denen nach aktuellem Stand mit Ausfällen beziehungsweise regulärem Betrieb gerechnet wird.

SWEG kritisiert Warnstreik

Die SWEG bezeichnet den Streikaufruf als „unverhältnismäßig und verantwortungslos“. Verdi hatte den Warnstreik zuvor unter anderem mit laufenden Tarifauseinandersetzungen und der Absicherung von Beschäftigten bei Ausschreibungen im Busverkehr begründet.

Zwischen Gewerkschaft und Unternehmen bestehen unterschiedliche Auffassungen über die Verhandlungen und die Zahl der perspektivisch betroffenen Beschäftigten. Die SWEG spricht aktuell von rund 100 Busfahrern in einzelnen Bestandsbetrieben. Verdi hatte zuvor eine deutlich höhere Zahl genannt.

Der Warnstreik ist von Mittwoch, 30. September, bis einschließlich Freitag, 2. Oktober, angekündigt.

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