(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
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Zum Start vom neuen Schuljahr bleibt die Unterrichtsversorgung an vielen Schulen in Baden-Württemberg angespannt. Zwar hat das Land bis Ende August rund 5.050 Stellen besetzt, dennoch fehlen weiterhin Lehrkräfte. Besonders schwierig ist die Situation in der Sonderpädagogik.
Nach Angaben vom Kultusministerium waren zum 27. August von insgesamt 5.473 ausgeschriebenen Stellen 5.047 besetzt, 426 Stellen waren noch offen. Die Einstellungen laufen noch bis zum 30. September. Kultusminister Andreas Jung spricht von einer insgesamt verbesserten Einstellungssituation, warnt aber vor weiterhin knappen Personalreserven.
Bei den wissenschaftlichen Lehrkräften waren zuletzt noch 102 Stellen unbesetzt. Deutlich größer ist die Lücke bei Fach- und Technischen Lehrkräften mit 324 offenen Stellen. Das Ministerium geht davon aus, dass die Unterrichtsversorgung an fast allen Schularten weiterhin „auf Kante genäht“ bleibt.
Sonderpädagogik bleibt besonders angespannt
Sorgen bereiten dem Land die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren. Dort steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung, gleichzeitig fehlen entsprechend ausgebildete Lehrkräfte.
Das Land hat deshalb unter anderem Studien- und Ausbildungskapazitäten ausgebaut und Möglichkeiten für den Direkteinstieg geschaffen. Eine grundsätzliche Verbesserung erwartet das Kultusministerium allerdings erst ab etwa 2031, wenn zusätzliche Absolventen aus den erweiterten Studienangeboten zur Verfügung stehen.
Mehr Sprachförderung und neue Juniorklassen
Gleichzeitig baut Baden-Württemberg zum neuen Schuljahr die Förderung vor und während der Grundschule deutlich aus. Die Zahl der Sprachfördergruppen vor der Einschulung soll von 981 auf bis zu 2.000 steigen. Bis zu 18.000 Kinder mit festgestelltem Förderbedarf sollen damit erreicht werden.
Neu starten außerdem rund 280 Juniorklassen für ungefähr 4.000 schulpflichtige Kinder. Sie sollen auf den Einstieg in die erste Klasse vorbereitet werden. Bis zum Schuljahr 2028/29 sind landesweit 832 Juniorklassen für jährlich mehr als 12.000 Kinder geplant.
Auch in den ersten Klassen werden zusätzliche Sprachförderstunden eingeführt. Im Mathematikunterricht werden die Lernbänder „Mathe für alle“ ausgeweitet.
Schülerzahlen steigen weiter
Der Personalbedarf wächst auch wegen steigender Schülerzahlen. An den öffentlichen Grundschulen waren es zuletzt rund 400.000 Kinder. Für das neue Schuljahr rechnet das Ministerium mit etwa 5.000 zusätzlichen Grundschülern. Auch Gemeinschafts- und Realschulen erwarten Zuwächse.
An Gymnasien geht die Schülerzahl dagegen zunächst um etwa 2.000 zurück. Gleichzeitig führt die Umstellung auf G9 vorübergehend zu einem geringeren Personalbedarf. Dadurch gibt es dort weniger Einstellungsmöglichkeiten, während in anderen Schularten Lehrkräfte fehlen.








