(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald
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In den Wäldern rund um Lenzkirch und Schluchsee wird ab Mitte September ein Helikopter im Einsatz sein und Kalk über ausgewählten Flächen verteilen. Während der Flüge müssen betroffene Waldwege und Waldgebiete aus Sicherheitsgründen zeitweise komplett für Besucher gesperrt werden.

Hintergrund ist eine sogenannte Bodenschutzkalkung. Die Gemeinden Lenzkirch und Schluchsee lassen dabei in Abstimmung mit der unteren Forstbehörde vom Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald natürlichen Dolomitkalk aus der Luft verteilen.

Damit sollen die Waldböden verbessert und die Bäume widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Stürme werden.

Saurer Regen wirkt bis heute im Waldboden nach

Grund für die Kalkung sind laut Landratsamt unter anderem die Folgen vom sauren Regen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Die damaligen Säureeinträge wirken demnach bis heute in den Waldböden nach.

Wichtige Nährstoffe wie Magnesium und Calcium wurden über Jahrzehnte bis in tiefere Bodenschichten ausgewaschen. In übersäuerten Böden können Baumwurzeln schlechter wachsen. Gerade ein tiefes Wurzelsystem hilft Bäumen jedoch dabei, Trockenphasen und starke Stürme besser zu überstehen.

Der ausgebrachte Kalk soll die Säure im Boden neutralisieren und das biologische Bodenleben fördern. Gleichzeitig soll der Waldboden seine Funktion als natürlicher Trinkwasserfilter behalten.

Waldwege werden während der Flüge gesperrt

Wann und wo genau der Helikopter unterwegs sein wird, steht noch nicht endgültig fest. Die Flüge hängen stark von Wind und Wetter ab. Die konkreten Termine und betroffenen Waldgebiete wollen die Gemeinden deshalb kurzfristig bekannt geben.

Während der aktiven Flüge werden die jeweiligen Bereiche für Besucher gesperrt. Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Absperrungen unbedingt beachtet werden müssen.

Eine Gesundheitsgefahr durch den verwendeten Dolomitkalk besteht laut Landratsamt für Menschen und Tiere nicht. Pilze, Beeren und Kräuter aus frisch gekalkten Waldgebieten sollten vor dem Verzehr dennoch gründlich mit klarem Wasser abgewaschen werden.

Moore, Gewässerrandstreifen, gesetzlich geschützte Biotope und Standorte von kalkungsempfindlichen Pflanzen- und Tierarten sind von der Maßnahme ausgeschlossen.

Die Bodenschutzkalkung wird mit Fördergeldern von der Europäischen Union unterstützt.

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